Torben - Liebe, Erschöpfung, Alltag und ganz viel Humor

Shownotes

Zwischen Müdigkeit, Arztbesuchen und konstantem Druck erzählt Torben von Verantwortung. Und von der Bereitschaft, Kinder großzuziehen, ohne den leiblichen Eltern Schuld zuzuschieben. Und von der Haltung, dass Herkunft erklärt, aber nicht abgewertet.

Diese Folge macht deutlich, warum Hilfe kein Zeichen von Schwäche ist, sondern ein Gamechanger. Torben spricht offen darüber, wie Unterstützung in seiner Familie konkret aussieht und warum sie das Fundament dafür ist, dass Leichtigkeit überhaupt Platz haben kann.

Wenn dich dieses Gespräch berührt oder du selbst Verantwortung für Kinder mit besonderem Bedarf trägst, schau mal auf meiner Webseite vorbei.

Transkript anzeigen

00:00:06: Willkommen bei Neulich im Therapiekaffee, dem Podcast in dem wir darüber sprechen was nach und zwischen den Therapiesitzungen geschieht.

00:00:14: Ich bin Dr.

00:00:15: Kerstin Klappstein, systemische Familientherapeuten und Traumotherapeutinnen und habe meine Praxis in Hamburg und berate auch online.

00:00:24: In meinem Podcast erzählen Menschen von ihren Erfahrungen auf dem Weg durch die Therapie – von Aha-Momenten, Veränderung, Stolpersteinen und neuen Blickwinkeln.

00:00:34: Es geht hier nicht um Therapie im fachlichen Sinn, sondern um Geschichten die Menschen erleben.

00:00:41: Also lehnt dich zurück, schnappt dir einen Kaffee und komm mit in ein Gespräch voller Mut, Echtheit und Hoffnung!

00:00:49: Heute habe ich Torben zu Besuch im Therapiekafé Und mit Torben verbindet mich jetzt auch schon eine ganz schön lange Reise.

00:01:02: Müssen wir gleich nochmal überlegen wie lang das überhaupt ist und warum sie überhaupt damals gekommen sind.

00:01:09: Aber bevor wir so starten, möchte ich gerne... Ich habe hier ein paar Bilder von Hamburg hingelegt.

00:01:17: Und

00:01:18: ich dachte, ich frage mal wie es Ihnen heute so geht mit diesen Hamburg-Bildern?

00:01:23: Also welches von diesen Bildern sagt etwas über Ihre heutige Stimmung aus?

00:01:30: Es kann sein, dass es genau das ausdrückt oder auch, dass sie denken, oh, da ist genau das Gegenteil.

00:01:34: Was ich gerade fühle?

00:01:38: Was würden Sie nehmen?

00:01:40: Also hier ist ein Bild vom Dom.

00:01:43: Das ist definitiv bei uns Standardprogramm und auch heute ist auch wieder ... Heute ist Achterbahn, gestern war Achterbahnen jetzt, das ist immer... Genau!

00:01:50: Ist noch alles dabei, Gruselkaminett ist dabei, Zuckerpfanne manchmal dabei, es ist manchmal auch richtig lustig Ja Genau, und heute war auch schon alles dabei.

00:02:00: Neun Uhr zehn und wie gesagt seid!

00:02:02: Vier Uhr geht die Party und ich hab auch schon alles gehabt heute.

00:02:06: Schön!

00:02:07: So ein Mikrotag eigentlich, ne?

00:02:08: Dann können Sie doch eigentlich nach diesem Gespräch, nach unserem Gespräch so gegen zehn direkt wieder ins Bett

00:02:15: gehen.

00:02:15: Wäre was, aber leider kann ich mich nicht einfach auf so einen Anschalten.

00:02:19: das muss mir noch mal irgendwie... Manche Menschen können das ja, die können sich ja hinlegen und dann ist Ende und dann kommen sie wieder hoch und sind erholt.

00:02:26: Klappt nicht so.

00:02:27: Ja, nach dem Mittag, fünfzehn Minuten paumal abgeht schonmal.

00:02:30: Aber Sie wissen ja, ich spüre auf die Koffer Ihnen Tabletten.

00:02:33: Genau!

00:02:35: Aber jetzt müssen wir erst nochmal hören... also genau trinken sie bitte Tee.

00:02:39: das ist wichtig.

00:02:42: dafür sind wir hier zusammen neulich im Therapie-Kaffee.

00:02:47: Das ist der Slogan des Podcasts und Tee trinken ist glaube ich eine wichtige Geschichte Genau, aber was ja viel wichtiger ist.

00:02:57: Warum hatten sie dann heute Morgen schon soviel Dom zu Hause?

00:03:03: Schon sovier Heckmeck.

00:03:05: Nummer drei hat die Nacht früh für beendet erklärt.

00:03:09: Er verkündet immer erst mal fertig mit Schlafen.

00:03:11: Das ist zwischen drei und vier.

00:03:13: Dann möchte er auch nochmal knuddelgeschmust werden und schläft meistens wieder ein gegen fünf.

00:03:22: Und wie das so ist.

00:03:22: Es gibt noch vergiftetes Geschenk... Ja.

00:03:24: Manchmal ist man, wo man weiß, man sollte sich jetzt einfach aus dem Bett quälen und aufstehen bleibt man liegen und schläft noch dreißig Minuten und macht nach dreißigen Minuten noch zerstörter Aufwahlsfeuer.

00:03:36: Voll gerichtet!

00:03:37: Das diese Falle renne ich immer wieder rein sehenden Auges.

00:03:40: Und auch heute ist es wieder passiert.

00:03:42: Also dann müssen wir jetzt mal so ein bisschen aufklären in welcher Situation sie überhaupt leben.

00:03:48: also Es gibt einen Nummer drei.

00:03:50: Nummer drei ist fünf, ne?

00:03:53: Vier.

00:03:53: Also fast vier.

00:03:54: Ach, Nummer drei!

00:03:55: Ja klar.

00:03:55: Nummer drei isst vier.

00:03:57: Dann gibt es Nummer zwei ... Der ist sechs geworden,

00:04:00: ne?!

00:04:01: Sechs und ... Nummer eins... Ist

00:04:05: ...

00:04:07: Neun,

00:04:09: acht, acht.

00:04:09: Wir werden

00:04:10: hier gerade Fingern gebissen.

00:04:11: Im Zahlenraum von eins bis zehn ist vor Klappstein noch so ein bisschen aber ansonsten ist die Spitze.

00:04:16: Genau der ist acht.

00:04:18: okay sie haben drei Kinder Drei Jungs zu Hause.

00:04:21: Wie ist es dazu gekommen?

00:04:24: Wie sind sie

00:04:24: so eine Prozesse?

00:04:25: Wie konnte das passieren?

00:04:27: Es war ein Prozess, wie alles im Leben ein Prozesses.

00:04:29: Das war auch ein Prozes.

00:04:32: nach dem ersten haben wir noch also uns gedacht Mensch Also dass wäre blüffend alleine und überhaupt und so ein bezogenes Einzelkind hatten wir jetzt nicht so als Ziel als Ziel irgendwie ausgerufen.

00:04:49: Es musste irgendwie die Geschwisterchen her und als das Geschwisterschein denn da war, ... ... war ich eigentlich derjenige, der sagte also... Ich bin sowieso der Typ, der so immer vorher wusste was er wollte.

00:04:58: Und mein Mann lässt sich immer so treiben manchmal lässt er sich vor mir überzeugen und manchmal sagt ihm ja auch ganz klar dass Nein!

00:05:06: Bei Nummer drei war es ein Prozess für ihn.

00:05:08: Ja.

00:05:08: Ich habe immer schon gesagt, dass ich gerne drei Kinder hätte.

00:05:12: So.

00:05:14: Er hat dann irgendwann Wir haben es so auch nicht leicht gemacht.

00:05:17: Sollte die Kinder nicht mal eben auf, da sind ja auch ein paar Prozesse, die dann vor Wege laufen müssen.

00:05:24: aber er hat sich denn irgendwann von mir quasi überzeugen lassen.

00:05:29: das ist eine gute Idee wäre.

00:05:30: der Wege-Kinderdienst hatte auch einiges getan und ich würde fast sagen auch Supervision gemacht und geguckt und reingehorcht in uns beide unabhäckig voneinander zusammen als Paar wollen wir das wirklich tun und wir haben uns dann damit zusammen entschlossen dass machen wir.

00:05:45: Und dann kamen zwanzig, jetzt muss ich überlegen.

00:05:47: Zweiundzwanzig glaube ich, ja?

00:05:49: Zwanzigzwanziger Nummer drei und seitdem sind wir zu fünft.

00:05:54: Spuckt

00:05:54: das Leben bei Ihnen!

00:05:55: Ja war vorher auch schon so, es war nie langweilig.

00:05:59: Also das was vielleicht noch mal gut wäre, dass auch nochmal ganz klar zu sagen sie haben drei Pflegekinder aufgenommen und das bringt ja auch so Herausforderungen mit sich.

00:06:12: Und

00:06:13: der Grund, warum wir uns kennengelernt haben war ja Nummer eins.

00:06:17: Wollen Sie da nochmal erzählen?

00:06:20: Warum wir damals eigentlich in Kontakt getreten sind?

00:06:23: Ja genau also man wird ja nicht pflegekind weil man irgendwie umglücklich vom wickeltisch gefallen ist sondern das ist immer was passiert.

00:06:28: Da gehört mir eine Geschichte zu.

00:06:30: und bei Nummer eins war es so dass während der Schwangerschaft ein paar Dinge Passiert sind, die hätten nicht passieren sollen.

00:06:39: Es wurde wohl sehr viel geraucht und es ging der Motor einfach auch nicht gut.

00:06:43: Dadurch war Nummer eins von Geburt an viel viel viel zu leicht Und hatte aber leider auch mehrere Löcher im Herzen.

00:06:51: Das Kinder mal ein Loch am Herzen haben wir jetzt nichts Ungewöhnliches wie ich gelernt habe.

00:06:54: Die sind immer so klein die schließen sich in den ersten Tagen.

00:06:56: das ist vollkommen unkritisch.

00:06:58: Weil Nummer Eins allerdings so dass diese Löcher zu groß waren dass das Herz gar nicht richtig arbeiten konnte.

00:07:02: deswegen war ja auch

00:07:04: Ich glaube, er hat zwei

00:07:05: tausend einhundert Gramm gewogen.

00:07:06: Also das war quasi nix und die Geburt selber war auch sehr, sehr krass.

00:07:11: Auch für die Mutter war es sehr gefährlich.

00:07:15: Und man musste ihn direkt nur operieren.

00:07:18: Am Herzen konnte man nicht.

00:07:19: Er war zu schwach zu aber er hatte zum Beispiel am Arnoß keinen Ausgang.

00:07:23: Er musste dann noch schnell mal eben einen Arnos geformen werden usw.

00:07:27: Es war wirklich bei ihm sehr schwierig und im Krankenhaus selber waren dann die Eltern auch züber fordert und sind dann nicht mehr gekommen, sagen wir mal so.

00:07:39: Und dann wurde er ein Obbot genommen und dann kam er irgendwann zu uns und dazwischen ist er auch nochmal am Herzen operiert worden.

00:07:49: Nummer eins hatte deswegen... Wir vermuten das mal!

00:07:51: Wir konnten ihn damals noch nicht fragen.

00:07:53: Eine panische Angst vor Ärzten, Menschen in Weiß, die irgendwas von ihm wollten weil er wusste ganz genau dass wird jetzt

00:08:00: unangenehm.

00:08:03: Leider war es ja nun mal so, dass sein Herzproblem... Man flickt das immer nur und der Organ wächst weiter.

00:08:09: Also muss man auch regelmäßig danach gucken ob das jetzt alles gut ist oder ob man nochmal eingreifen muss.

00:08:14: Und dafür muss man einen Echo machen.

00:08:17: Das ist diese Nummer mit Gel auf die Brust und dann ein bisschen hohen runterfahren.

00:08:21: Ist vollkommen schmerzfrei.

00:08:22: Nummer eins hat allerdings immer wenn er auch nur diesen Tisch beim Kardiologen gesehen hat, denn ging bei ihm die Lichte aus.

00:08:30: in so ein Panik-Modus verfallen, dass sein Herz im Survival-Motor war.

00:08:35: Die Kaläleugen haben gesagt, wir können hier nichts erkennen.

00:08:39: Dass das schlägt hier so schnelles Schlagen kann und eine schöne Blutstrommessung um zu gucken ob irgendwo noch einen Wirbel ist wo keiner hingehört.

00:08:47: Und da wollen wir mal Nummer eins nicht machen!

00:08:51: Aber es musste ja sein, sie mussten die Lösung finden und dann kamen die Kollegen vom Pflegekinderdienst auf Sie.

00:08:57: Dann haben wir das versucht und Spoiler Alarm hat geklappt.

00:09:01: Ja, genau.

00:09:03: Das war ich erinnere mich da auch sehr gut und sehr gerne dran.

00:09:08: weil also erst mal ist das natürlich total schön zu sehen dass Nummer eins irgendwann halt auch wirklich keine Probleme hatte und der hat sich für.

00:09:18: es war ein langer Prozess wo's ganz viel ja darum ging irgendwie Ängste zu verstehen, zu verbalisieren.

00:09:25: Immer wieder zu spielen und dann halt irgendwie einen Weg zu finden um rauszukommen aus der Angst.

00:09:32: Und übrigens haben wir den habe ich den Dino den er damals immer versorgt hatte Der wusste Ich hab ein Dino sonst schleicht hier Dino und da fehlt eine Kralle und Nummer eins hat denen immer wieder versorgt.

00:09:47: Also, der wurde verbunden.

00:09:48: Da wurden Pflaster dran gemacht und so wir haben den untersucht und alles Mögliche und denen gibt es auch immer noch.

00:09:54: Und immer wenn sich mein Kind drüber wundert warum ist dann da ein Pflasta daran?

00:09:58: Ich sage ja das ist halt gut versorgt worden.

00:09:59: Der hat eine Verwundung und er muss versorgt werden.

00:10:02: Das fand ich damals irgendwie ganz schön weil da merkte ich irgendwie Kinder suchen sich auch selber so einen Stück ihre Methode um Dinge zu verarbeiten Und dann gab es natürlich noch ganz viele andere Dinge.

00:10:16: Das war ja jetzt auch kein kurzer Prozess, also das war jetzt keine Zauberintervention sondern er brauchte seine Zeit und ich glaube Kinder brauchen auch einfach ihre Zeit bis sie vertrauen und bis sie irgendwie das Gefühl haben okay die bei dieser Frau kann nicht wirklich auf was lassen da kann ich auch mal etwas hinbringen Ja genau!

00:10:36: Dann sind wir aber weiter im Kontakt geblieben.

00:10:40: Was wir ja auch immer gemacht haben war, dass wir zwischendurch uns im Rahmen von Familien-Supervision getroffen haben.

00:10:47: Um erst mal nur auf Erwachsenen-Ebene darüber zu sprechen wie läuft es gerade in der Familie und so?

00:10:54: Bevor wir dann nochmal auf zwei und drei kommen... Wie war das eigentlich damals für Sie?

00:10:59: Ich meine sie sind Vater geworden weil sie sich das so sehr gewünscht haben und weil Familie immer irgendwie etwas war was sie sich vorgestellt haben.

00:11:09: Wie war dann das für Sie, auf einmal in so einem Prozess zu sein?

00:11:20: Wo sie vielleicht ja auch selber gemerkt haben.

00:11:22: Es sind nicht nur die Kinder, die verletzlich sind sondern wo sie vielleicht auch selber gemacht haben.

00:11:27: Wow!

00:11:27: Das geht mich auch ganz schön an.

00:11:28: also worauf muss man sich denn einstellen wenn man in so einen Prozess mit seinem Kind unter Situationen geht?

00:11:37: Ich würde jetzt gar nicht so auf Lege reduzieren, ich glaube mit einem Kind zu haben.

00:11:42: Einmal mehrere das ist immer wieder eine Grenzerfahrung glaub' ich.

00:11:48: Man kann es immer positiv und vermisstisch vormoliert.

00:11:49: Das ist ein Abenteuer und in dem Abenteu hat man immer auch mal einen Moment wo man denkt oh war ja was machen wir denn jetzt?

00:11:57: Wo man nicht mehr weiter weiß, wo man auf den Sofa sitzt und heult und sich denkt Nee, this is so not what I wanted.

00:12:05: Das habe ich nicht bestellt!

00:12:06: Genau das haben wir sogar nicht... Ja genau und in diesem Moment ist es halt gut jemanden wie sie zu haben wo man sich dann hinwenden kann.

00:12:19: Und da haben wir ja im Laufe der letzten Jahre auch ganz viele Themen gehabt.

00:12:23: Wie sind Sie eigentlich mit Ihren Überforderungen so umgegangen?

00:12:31: Also was haben Sie, außer dass wir da drüber immer gesprochen haben und das ich es ja auch manchmal mitgekriegt habe.

00:12:37: Ich hab vorhin gesagt als wir uns begrüßt haben, ich hab sie in allen Agrarzuständen kennengelernt.

00:12:43: Wie geht man damit um?

00:12:44: Weil ich meine, Sie sind nicht nur Vater von drei Kindern sondern Sie haben auch noch ein Job und eine Karriere die Sie verfolgen und so.

00:12:51: also wie geht man dann mit diesen unterschiedlichen Ansprüchen?

00:12:56: Naja, man muss... Das haben sie mir auch Musik beigebracht.

00:12:59: Man muss auch ein bisschen nett zu sich selber sein, das hilft dir noch nicht, sich ganz doll doofzufinden.

00:13:03: immer und selbst also Loben tut einem sowieso keiner.

00:13:08: so gerade in den ersten Monaten so viel sei verraten, loben Kinder änderige nicht so sehr.

00:13:16: Auch später tun Sie das nicht unbedingt Es sei denn, sie möchten was von ein.

00:13:22: Das haben wir jetzt auch schon verstanden.

00:13:24: Deswegen ist es erstmal ganz gut – das habe ich zumindest gelernt – sich auch mal selber gut zu finden.

00:13:30: Mal selber auf die Stolz zu sein und sich selbst da so ein bisschen auch zu bestärken.

00:13:36: Und genauso ist es aber glaube ich wichtig und auch das haben wir ja zusammen erarbeitet, sich selbst zu hinterfragen.

00:13:44: Man kommt ja an seinen Grenzen und reagiert dann nur noch Und ich bin auch mal ganz schlau hinterher, aber in der Situation selber.

00:13:51: Naja und ich versuche immer ein Fehler nur einmal zu machen.

00:13:57: Und dann passiert da trotzdem ein weiteres?

00:13:59: Ja, aber dann vielleicht anders zu reagieren.

00:14:01: also es gibt ja.

00:14:02: also man kommt ja schon immer wieder im Beruf als auch in.

00:14:06: das ist eigentlich auch einen Job.

00:14:07: Vaterschaft ist ja genau so ein Job eigentlich.

00:14:10: Man muss Dinge tun sonst kriegt man Ärger nicht vom Chef.

00:14:13: Aber dann Kita Schule Jugendabend, irgendeiner ist immer am Motzen.

00:14:20: Man muss irgendwas tun und dann ist es schon ganz hilfreich sich zu überlegen was habe ich jetzt hier in der Situation vielleicht nicht so gut gemacht?

00:14:27: Was mache ich nächstes Mal anders?

00:14:29: Und mich ärgern immer Situationen wie heute Morgen zum Beispiel wo ich eigentlich hätte wissen können wenn ich mich noch mal hinlege.

00:14:36: Da geht's mir schlechter als vorher.

00:14:37: Ich hab's trotzdem gemacht.

00:14:40: Das schützt einen natürlich davon nicht immer wieder gleich ein Fehler zu machen.

00:14:42: aber ich ärgere mich halt auch über den Versuch erhalten Ein Fehler nur einmal zu machen.

00:14:48: Das hört sich jetzt so wahnsinnig anstrengend an, also das ist es ja auch war's ja auch und es gab auch Zeiten wo es noch schlimmer war glaube ich als jetzt gerade.

00:15:00: aber was ist denn was sie dann so aufrecht hält?

00:15:05: Aufrecht hält mich dann dass ich ja nicht schlaflos da liege weil mein Leben so furchtbar ist sondern sich jemand an mich ankuschelt der mich gerade braucht und dieses Gefühl gebraucht, um geliebt zu werden.

00:15:17: Das ist schon... Also mir gibt das viel so.

00:15:22: Und das ist etwas, das würde ich auch nicht missen wollen.

00:15:25: Wir haben ganz oft darüber gesprochen bei Mann und Ich, bereust du das?

00:15:29: Ganz vielen Punkten haben wir drüber gesprochen und wir waren immer, immer, nein!

00:15:35: Nein, ich würde es wieder so machen.

00:15:36: Es ist zwar jetzt wie es gerade ist furchtbar aber ich würde mich nicht umentscheiden.

00:15:42: Ja und vielleicht ist es da nochmal wichtig auch noch mal zu erzählen, warum es jetzt eigentlich gerade so furchtbar ist.

00:15:47: Weil drei Kinder per se sind schon wahnsinnig anstrengend das ist viel und so auf jeden Fall.

00:15:53: aber warum ist es eigentlich so fuchbar gerade in den letzten Jahren auch nochmal gewesen?

00:16:02: Also furchтbar ist natürlich ein starkes Wort.

00:16:04: Aber ich habe ja gerade von diesen Situationen gesprochen wo man zweifelt Und man zweifelt ja nicht, wenn alles gut läuft.

00:16:09: Denn fühlt man sich bestärkt und es geht gut.

00:16:11: Dann ist Polipocket Island, dann ist alles fein.

00:16:14: Ja, das ist alles gut!

00:16:15: Weil eine gute Freundin hat das mit ihren Geschwistern immer so als eben zusammenkommen runter von Polipocket Island.

00:16:23: Die Realität steht voran.

00:16:25: Genau, jetzt zurück zu uns in der realen Welt.

00:16:32: Warum gibt's diese furchtbaren Momente?

00:16:37: die Kinder halt dieses Päckchen haben und so wie man halt, also natürlich tun mir andere Menschen Leid für Dinge, für die sie nichts können oder denen sie aber leiden müssen.

00:16:50: So wie mir ein Kind leidt tut das irgendwie durch einen tragischen Unfall ein Bein verloren hat?

00:16:55: Das tut mir dann erstmal Leid!

00:16:57: Und unsere Kinder haben halt... Also Nummer eins ist auch knapferliche Einschränkungen Aber Nummer zwei zum Beispiel hat zählische Einschränkungen.

00:17:07: Das ist denn schon furchtbar mit anzusehen, wie er dann teilweise mit sich ringt in einem Alter von mittlerweile sechs Jahren Dinge sagt.

00:17:16: Und Dinge also erst mal Dinge sagt und Dinge fühlt die eher die andere Kinder vielleicht gar nicht fühlen oder nur viel viel später.

00:17:24: wenn dann irgendwie im Hirn große Umbau Aktionen ist und die Hormone folgt spielen dann vielleicht aber er hat das jetzt schon und man sich anguckt was wir an Medikamenten aus der Apotheke schleppen, nur damit er durch den Tag kommt.

00:17:41: Und wie auch durch den tag kommen by the way.

00:17:43: Auch das ist ein wichtiges Learning gewesen.

00:17:44: Das sind Systeme... Also dass es nicht einen Menschen nie so liert existiert in einer Familie, sondern immer das gesamte System irgendwie funktionieren muss.

00:17:51: und da gibt's Bedürfnisse die dann abgewogen werden müssen.

00:17:54: und es hilft niemandem einem Kind mit einer posttraumatischen Belastungsstörung keine Medikamente zu geben und das alles auffangen zu wollen.

00:18:02: Und selber dabei auszubrennen, weil erstes gibt es noch zwei andere Kinder die nun auch nichts dafür können.

00:18:07: Und zweitens macht man sich selbst und seinem Partner in auch keinen Erweisticherheit ein Beherrndienst so.

00:18:15: Das ist halt der Moment wo man sich schon denkt wow wow wow also ich hab das regelmäßig wenn ich dann morgens ... die Medizin fertig mache für Nummer eins und Nummer zwei.

00:18:24: Nummer drei kriegt aktuell nur Vitamin D, ich klopfe mal aufs

00:18:27: Holz.".

00:18:29: Genau!

00:18:30: Und das ist das Fertigmacher.

00:18:31: und dann immer so denke wow also... Es ist so ganz normal hier.

00:18:35: Ja genau

00:18:35: und das obwohl es ja jetzt nicht so ist dass Nummer eins oder Nummer zwei jetzt keine therapeutische Begleitung gehabt haben ne?

00:18:41: Also auch Nummer zwei war ja lange bei mir und da das war nochmal eine andere Situation.

00:18:52: Und da fand ich halt, also auch für mich noch mal manchmal erlebe ich dann hier auch nochmal so eine neue Art von Zusammenarbeit und das was sich zum Beispiel bei Nummer zwei richtig toll fand war.

00:19:03: Was es nicht so oft gibt, war die Zusammenarbeit zwischen ihnen, der Kinderneurologen und mir dass es da immer irgendwie einen Austausch gab.

00:19:12: ein zusammen überlegen was hilft ihm jetzt wie können wir noch gut unterstützen?

00:19:20: Das fand ich irgendwie schön, weil ich glaube, dass es eine gute Idee ist.

00:19:25: Gerade weil solche Probleme lassen sich nicht mal eben verändern.

00:19:28: also das geht ja nicht.

00:19:29: manchmal wünsche ich mir, dass ich hätte gerne ne Zauberintervention.

00:19:33: Irgendetwas wo ich sagen kann so zack und dem Kind geht's gut den Eltern gehts gut alle Schwere ist vorbei.

00:19:41: aber so ist das eben nicht.

00:19:43: Also gehört halt auch mit zu.

00:19:46: die Geschichte von Nummer zwei ist eine heftige Und die wird zu ihm gehören.

00:19:51: und irgendwie ihn da drin auch ein bisschen begleitet zu haben, auch ein bißchen zu verstehen was da in ihm passiert.

00:19:56: Erst mal zu benennen überhaupt dass es auch okay ist solche heftigen Gefühle zu haben fand ich schon sehr beeindruckend.

00:20:03: weil als er kam war glaube ich noch vier ne?

00:20:07: Er war echt

00:20:07: kleiner.

00:20:08: Genau also das ging ja los.

00:20:13: sie kannten ihn ja von Anfang an weil sie kannte Nummer eins.

00:20:18: Also systemisch ist klar.

00:20:21: Kennen Sie auch Nummer zwei und ich weiß das noch, wir waren total fasziniert weil wir kannten die Geschichte hier.

00:20:26: nun und wie resilient er ist.

00:20:29: Er war ja komplett entspannt.

00:20:31: also keine Party ohne Nummer zwei so er war immer vorne immer über vor und hat ja auch in dieser Zeit also er kam ja zu uns ungefähr als auch Corona über uns alle kam Und alle haben in diesem ersten Lockdown eigentlich abgebaut, aber er hat ja Vollgas gegeben.

00:20:51: Also er hatte alles was er in den ersten acht Monaten irgendwie nicht so richtig machen konnte.

00:20:55: Hat er den ja irgendwie acht Wochen fertig gebracht und von gerade mal Robben zu ich laufe mal eben um die Ecke in sechs Wochen oder war ja fertig.

00:21:04: Ich hab fertig.

00:21:07: Das hat natürlich gepusht.

00:21:08: Da dachte ich so wow krasser Typ.

00:21:14: Und dann haben wir uns auch ein bisschen eine falsche Sicherheit vielleicht gewogen, ne?

00:21:16: Weil wir dachten so Nummer zwei.

00:21:17: also der ist ja... Der

00:21:18: läuft einfach mit.

00:21:19: Das heißt

00:21:19: Teflon-Man.

00:21:20: Also der plänt alles ab,

00:21:21: ne?!

00:21:21: Also läuft!

00:21:24: Und dann wurde er vier.

00:21:25: und als wenn irgendwie eine Tür im Hirn aufgegangen wäre die hätte man lieber nicht aufgehen sollen oder weiß ich nicht.

00:21:33: aber so dass wir jetzt nicht bewerden.

00:21:34: Auf jeden Fall ging da was passiert oder was und auf einmal schlief er nicht mehr.

00:21:39: immer war er

00:21:40: wütend

00:21:41: und so wütent wie Ich selber mich, also sicherlich bin ich auch mal wütend.

00:21:47: Aber so wütent dass sich alles um kaputt schlagen will und auch meinen großen Brüder oder aus den Fenster schmeißen würde weil ich so wützen bin Und ohne das irgendwie ein äußerer Grund Irgendwie für alle andere sichtbar war.

00:22:01: da waren wir natürlich schon so bisschen geplättet.

00:22:03: Ja

00:22:04: ja weil das mit so einer Macht kam.

00:22:06: ne

00:22:07: Genau

00:22:07: es

00:22:07: kam wie so einen

00:22:08: boom.

00:22:09: Ja und nicht man als Traum hat Therapeutin sage ich natürlich, es ist gut dass die Tür auch aufgegangen ist.

00:22:15: Weil er sich in Sicherheit genug gefühlt hat um das jetzt auch zu zeigen.

00:22:21: aber es war natürlich schon noch massiv und mich hat das oft auch selbst erschüttert.

00:22:29: also nicht so dass ich jetzt irgendwie in meiner Fachlichkeit mit Kindern arbeite und da irgendwie so überlegen drüber weg und dann ja ja ich weiß ganz genau was ich machen muss und so sondern Wenn ich mit Kindern arbeite, sage ich auch immer, dass es sich irgendwie das Gefühl hat.

00:22:43: Das ist herausfordernder als mit Erwachsenen zu arbeiten?

00:22:48: Und bei Kinder halt viel mehr brauchen, um sich erst mal überhaupt wohlzuführen und die schleudern mir das denn ja auch direkt um die Ohren.

00:22:56: Wenn ich was machen will... Es

00:22:57: gibt immer direktes Feedback.

00:22:59: Genau!

00:22:59: Das

00:22:59: ist sehr schön.

00:23:00: Die halten mit nichts hinter Bär.

00:23:02: Nein und ich finde sowas auch ganz ganz schön weil dadurch kann ich natürlich ganz anders darauf reagieren.

00:23:08: aber so gibt es ja auch nicht irgendwie für mich.

00:23:11: natürlich habe ich so bestimmte Abläufe im Kopf Wo ich gerne vielleicht mit dem Kind hin möchte und welche Interventionen ich machen kann.

00:23:19: Aber dann läuft alles doch anders, halt individuell so wie die Kinder das halt brauchen.

00:23:25: Und von da finde ich es natürlich schön dass sie aufging damit er anfangen konnte sich das anzugucken aber es war eine ganz heftige Zeit und die ist ja auch noch nicht vorbei.

00:23:34: Es geht ihm besser, ne?

00:23:36: Aber es hat noch nicht befriedet.

00:23:38: Ich

00:23:39: weiß gar nicht ob Sie das gesagt haben, aber jenein hat mir gesagt Traumatherapie ist kein Sprint, das ist ein Marathon.

00:23:46: Genau, das hab ich gesagt.

00:23:48: Das haben Sie gesagt!

00:23:49: Ich wollte jetzt niemanden so nah drehen.

00:23:51: Und ich habe sich irgendwie Zitate hier aus dem Kontext sieh und sich immer beschwert.

00:23:56: aber es stimmt ja trotzdem egal wer's gesagt hat.

00:23:59: Ja und ich sehe einfach auch bei den Kindern die so heftige Dinge erlebt haben die so schwere Rucksäcke haben Die kann man nicht mal irgendwo stehen lassen.

00:24:09: Funktioniert auch Trauma im Körper nicht.

00:24:11: Das hat ja auch eine Funktion.

00:24:13: Und dieser Marathon-Lauf kann aber auch sein, dass das gar kein Marathon ist.

00:24:18: Sondern so ein Lebenslauf also, dass er sich das mitnimmt und es immer mal wieder hoch kommen wird.

00:24:27: Aber je früher er das Gefühl hat, es gibt Menschen, mit denen kann man darüber reden umso besser ist das ja für ihn.

00:24:35: Das ist nichts, was sie da nicht erreicht haben.

00:24:37: Also vorher war diese Wut vollkommen unkontrolliertes über uns niedergegangen Auch in einer Art und Weise, die ja auch schon gefährlich war.

00:24:47: Er hat mir dann so ... er war denn dir auch richtig bösartig?

00:24:50: Er hat dann aufgelauert und auf einmal ins Ohr geschrieben, dass man gedacht hat okay das war es jetzt, das rechte Uhr ist passé!

00:24:56: Und der erste Reaktion wenn man so ins Ohrschrinn bekommt, ist sich zu wehren.

00:25:01: Und das darf man ja auch nicht machen.

00:25:03: Man muss ihm schon irgendwie zeigen, dass war nicht in Ordnung und das ist eine krasse Grenzeverschreitung.

00:25:08: Genau richtig!

00:25:10: Das macht's ja nur noch schlimmer.

00:25:11: So...und das ist halt das furchtbare Situation.

00:25:14: Man denkt sich so ich kann ja verstehen, dass du wütend bist aber so geht es halt nicht.

00:25:19: Und das ist doch ein Riesentherapie-Afolg.

00:25:21: wenn er jetzt also wir haben das ja personalisiert.

00:25:23: Wir haben gesagt der Grolltroll.

00:25:24: Wenn jetzt da GrollTroll im Ecke kommt den weiß er schon was er machen muss.

00:25:28: Ich nehme mich ganz schnell verkrümeln und die Gefühle rauslassen in einer Umgebung, von der er weiß, er kann niemanden verletzen.

00:25:35: Und das ist ja das hilft!

00:25:38: Das hilft ihm?

00:25:39: Es war für ihn so eine Spirale.

00:25:43: Er hat die Kontrolle verloren, hat den Grenze überschritten, hat Ärger bekommen, fühlte sich schlecht, hat wieder die Kontroll verloren... Genau.

00:25:51: ...und dann fühlt er sich wieder schlecht.

00:25:53: Aber es hört dich halt nicht auf.

00:25:56: Wir konnten ja ihm auch nicht bestrafen, Attemotto.

00:26:00: Ja nochmal zwei Darfhalte um sich zu schlagen.

00:26:02: Das Nummer eins also nicht und Nummer drei auch nicht und man darf nicht hauen außer weil brauchst grad das geht ja auch nicht.

00:26:08: Also ja ich weiß da jetzt drüber aber es

00:26:12: ist sehr so.

00:26:12: Ich weiß dass wir da sehr drum gerungen haben wie man ihn halt beibringt.

00:26:18: Dass Gewalt natürlich keine Optionen ist aber dass er halt in sich diese Erfahrung hatte und dass er so viel Wut hat auf all das und ihm den Raum zu geben, Wut auszudrücken.

00:26:30: Und trotzdem nicht seine Familie zu drangsalieren?

00:26:33: Genau das ist die Wut okayes aber die Gewalt nicht... Also das Lernzieher hat manch erwachsen noch nicht erreicht.

00:26:40: Das stimmt.

00:26:40: Wir erwarten das manchmal von den Kindern einfach so.

00:26:43: Genau!

00:26:43: Und das pumpt man ihm ja auch mal in und ihm so gut halten.

00:26:47: Das hat er verinnerlicht und da haben sie einen elementaren Beitrag zugeleistet.

00:26:53: Aber nett dass Sie das sagen.

00:26:55: Ja, aber das ist irgendwie...

00:26:57: Ich freu es dir jetzt nicht in Hohen dich.

00:26:58: Also ne?

00:26:59: Ja,

00:26:59: ich nehme den Hoh nicht gerne!

00:27:00: Ist schon okay.

00:27:00: Nehmst

00:27:00: du den Fieger dick?

00:27:01: Alles klar.

00:27:02: Hochverdient hoch verdient.

00:27:05: Ja, Aber das ist schon eine Geschichte die sie da mit den Kindern erleben und Nummer drei ist jetzt halt auch vier.

00:27:17: Ja wir haben also mittlerweile ... Es ist ja so ein bisschen wie bei einem Man wartet ja auf den Boom jetzt, ne?

00:27:24: Also es ist irgendwie so.

00:27:27: Irgendwas

00:27:28: muss doch noch kommen!

00:27:30: Und er schläft jetzt schon seit zwei Monaten deutlich unruhiger und deutlich kürzer.

00:27:36: Aber er holt den Schlaf in der Kita.

00:27:38: Das hat Nummer zwei nicht gemacht.

00:27:40: In der Kita ist er super beliebt.

00:27:43: Also ein super tolles Kind.

00:27:44: Sozial und besser für Nezia.

00:27:47: oder kommt gut gelaunt morgens in die Kita Frühstück Party Dann um elf Uhr dreißig Schläfchen, stunden später.

00:27:55: Also ist das super!

00:27:57: Die sind voll des Lobes, die finden das richtig gut.

00:28:00: Die sind große Fans.

00:28:02: Von der Seite denke ich mir okay und es ist ja aktuell nur anstrengend.

00:28:06: Er wird dann einfach wach um drei oder vier und will aber noch kuscheln.

00:28:11: Und Nummer zwei wollte mich verprügeln.

00:28:14: Es ist ein Unterschied ob ich morgens geweckt werde um zu verprügelten werden.

00:28:21: Es tut auch manchmal ganz gut, sich das noch mal ins Gedächtnis zu rufen.

00:28:24: So unangenehm das ist aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden.

00:28:29: Man muss auch mal sehen wo wir hergekommen sind.

00:28:31: und zur gleichen Zeit schläft Nummer zwei nämlich weiter und rastet nicht aus.

00:28:36: wie wunderbar

00:28:37: genau.

00:28:37: und Das liegt nicht nur an den Medikamenten.

00:28:40: Das liegt auch daran dass er so dass ja dann ein Prozess gegangen ist.

00:28:46: Wie schön oder?

00:28:47: Ja

00:28:49: würden sie?

00:28:49: Das ist jetzt fast eine rhetorische Frage, aber würden Sie anderen Pflegeeltern oder überhaupt Eltern so einen Prozess empfehlen?

00:29:01: Oder was würden sie denn empfeheln.

00:29:04: Wie sollen Eltern damit umgehen wenn sie bemerken da geht etwas in eine verkehrte Richtung oder eine anstrengende Richtung?

00:29:13: Ich glaube tatsächlich man muss das ein bisschen.

00:29:16: fairerweise muss man sagen Pflege ist, es liegt jetzt ein bisschen im Paradox in manchen Punkten einfacher.

00:29:22: Ich komm mal zu Hause auf warum das einfacher ist?

00:29:25: Weil mein Selbst nicht schuld ist.

00:29:27: Ich hab dem Kind nichts angetan und ich habe auch nichts falsch gemacht.

00:29:32: Der ganze Gegenteil, ich bin derjenige, der hinten hinterherum mit einem Kerbweg unterwegs ist oder versucht Schaden zu betreiben.

00:29:39: Es ist eine Rolle.

00:29:41: Da wird man anders behandelt.

00:29:43: Das ist einfach so.

00:29:43: Das is unfair aber es war wir als Pflegeeltern.

00:29:47: Wenn die Ärzte diese Urheft in die Hand nehmen, dann sehe ich erst diese Augenbraue nach oben gehen.

00:29:53: Dann hat der Motto so wen habe ich denn hier gerade auf dem Stuhl sitzen?

00:29:56: So ist er jetzt doch nicht ernsthaft und nein!

00:29:59: Und dann kriegen sie irgendwann nach zehn Minuten aber den Dreh nach dem Motto... Ach der Name ist ja auch anders.

00:30:06: Das

00:30:06: sind Pflegevater, das sind Pflegerkind.

00:30:08: Und dann kriegt man schon viel, ich sag mal Kredit bei den Ärzten.

00:30:15: die wollen es uns wirklich nicht schwerer machen als es sein muss, weil man schon glaube ich anerkennend dass wir das ja nicht tun müssen.

00:30:22: So das ist schön für uns und natürlich für die leiblichen Eltern, die vielleicht auch nichts dafür konnten, dass vielleicht das Kind bei der Geburt so wenig Sauerstoff bekommen hat oder dass irgendwas andere schiefgegangen ist und dass man jetzt diese Bedarfe hat.

00:30:36: Und die leibligen Eltern haben auch ihre Geschichten?

00:30:38: Ja

00:30:38: natürlich!

00:30:39: Genau und da sind Fehler passiert.

00:30:42: Wir haben alle eine Geschichte.

00:30:47: Ich glaube, wir haben eine Sonderbehandlung.

00:30:49: Und das Zweite ist auch ... Das hat was damit zu tun, dass die Gesellschaft die Kehrarbeit der Frau zuschreibt.

00:30:55: Das ist sehr unfair und ich hab es gar nicht wahrgenommen früher.

00:30:59: Wenn die Mutis da stehen und Dinge tun, die Muti so tun... Also wir werden immer den grünen klee gelobt, also wenn er so eine ältere Dame da vorbeikommt.

00:31:09: Ist das schön dass sie sich kümmern?

00:31:10: Denk ich so ja.

00:31:12: Mein Mann hat das nicht gemacht.

00:31:15: Das ist einfach.

00:31:16: man begegnet uns der sehr wohlwollend sagen was mal so und das muss man immer ein bisschen einpreisen.

00:31:22: Wenn man jetzt sagt was empfehle ich anderen Leuten?

00:31:25: also meine Situation ist privilegiert das ist mir bewusst.

00:31:28: Ich habe einen gewissen Status.

00:31:30: Wenn man den nicht hat, finde ich muss man sich erst mal vor Augen führen dass wenn man ein Problem hat.

00:31:35: Immer zu jemanden gehen kann der vielleicht weiter weiß so und ist ein Problem zu haben.

00:31:40: jetzt keine Schande ist es auf der Arbeit so wie in der Familie auch wenn ich auf erarbeitet mit dem Thema nicht klarkomme dann kann ich natürlich ganz alleine versuchen das zu lösen.

00:31:49: Ich kann aber auch zum Kollegengehen übersprechen So Und auch wenn's mir manchmal peinlich ist Dass ich da wasch haltere wo ich mir denke so aus kann ich doch nicht ernsthaft fragen.

00:31:59: Das müsste ich doch jetzt eigentlich besser wissen.

00:32:01: Und ich weiß es trotzdem nicht, weil die gibt's jetzt GPT?

00:32:04: Das ist was!

00:32:05: Meine Chefin ist da ja sehr... Ich hab mir das eigentlichs erwähnt.

00:32:07: Aber ich kann

00:32:08: mich jetzt an keine Frage von Ihnen erinnern wo ich gedacht habe hey wieso fragt ihr das jetzt?

00:32:12: okay?

00:32:12: Nee aber auch Sie kennen mich aus dem Uflikontext dich.

00:32:14: ne.

00:32:15: also von daher ähm genau.

00:32:17: aber das muss man ja auch überwinden so um besser zu werden.

00:32:20: Ich glaube das Ziel muss sein besser zu werden weil es keiner nun nicht irgendwie Die Motivationen seien täglich zu scheitern.

00:32:27: Zu scheiteren ist schlimm genug.

00:32:28: So ist passiert jemals.

00:32:30: Aber wenn man sich dann keine Hilfe sucht, dann ist es ja quasi vorprogrammiert das selbst für eine Prophezeiung dass man widerscheitern wird weil... Man weiß es ja immer noch nicht besser so und deswegen würde ich jedem raten in das Gefühl, dass ich komme jetzt hin nicht weiter, sich Hilfe zu suchen ob das bei der Therapeutin ist oder bei den guten Freunden aber... Und wenn das mit der guten Freundin nicht klappt irgendwann muss man ja die nächsten Joke erziehen Wenn die davor nicht gezündet haben.

00:32:52: Also Ja

00:32:55: Okay Ich finde Das ist ein geniales Schlusswort, such dir Hilfe.

00:33:01: Eigentlich haben sie das gesagt.

00:33:02: Jetzt ist der Tee auch alle?

00:33:03: Ja, das ist schade!

00:33:06: Wir können ja gleich noch mal einen Tee nachschenken.

00:33:09: aber ich danke Ihnen ganz herzlich für all das was Sie mit uns geteilt haben.

00:33:14: Ich finde es ganz schön und ich glaube dass das wertvoll ist sich da drüber zu unterhalten und sich bewusst zu machen dass es Hilfe gibt dass man sie aber halt auch einfordern muss.

00:33:26: Da muss natürlich solche Menschen haben wie sie, die das auch so wunderbar machen.

00:33:30: Jetzt dem behund ich aber nochmal ganz dick.

00:33:32: Ganz

00:33:33: dick.

00:33:33: Danke schön!

00:33:35: Das war Torben der uns mitgenommen hat in seinem Turmulentes Leben mit drei Pflegekindern.

00:33:45: und was da beeindruckend war oder war wo ich denke was wir mitnehmen können ist diese Bereitschaft Kinder groß zu ziehen, die Rucksäcke tragen, die schwer sind.

00:34:01: Wo jetzt bemerkt ihr auch haben wir ja gehört dass da an die Grenzen kommen und so aber in diesem Ganzen die leiblichen Eltern nicht zu verunglimpfen und keine Schuld zuzuweisen sondern das annehmen wie es ist und das Beste daraus machen zu wollen Und auch glücklich zu sein in dem Zusammenleben mit den Kindern.

00:34:25: Das ist überhaupt nichts Hilf zu denken.

00:34:27: Man schaffe das immer alles allein, das muss man gar nicht, sondern dass es eine wichtige Sache ist sich Hilfe zu holen Menschen zu finden mit denen man reden kann.

00:34:39: Das war eine weitere Folge von neulich im Therapiekafé Geschichten über das Wachsen, Zweifeln und Wiederfinden.

00:34:46: Hat dich das Gespräch berührt?

00:34:48: Erinnert dich das ein oder andere an dein eigenes Leben?

00:34:52: Ich bin Dr.

00:34:53: Kerstin Klappstein und wenn du Unterstützung suchst, schau gerne in meiner Online-Praxis vorbei – den Link findest Du in den Show Notes.

00:35:01: Schön dass Du dabei warst!

00:35:03: Bis zum nächsten Mal im Therapiekafé.

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