Warum Verstehen oft wichtiger ist als Konsequenz
Shownotes
FASD ist keine Frage schlechter Erziehung und auch kein fehlender Wille. Die Fetale Alkoholspektrumstörung kann beeinflussen, wie Kinder lernen, sich erinnern, Regeln umsetzen, Reize verarbeiten oder Konsequenzen einschätzen.
In dieser Folge vertieft Dr. Kerstin Klappstein das Thema aus der vorherigen Folge mit Mandy. Sie spricht darüber, warum klassische Erziehungsratschläge bei Kindern mit FASD oft nicht funktionieren und weshalb Eltern, Pflegefamilien, Schulen und therapeutische Begleitung immer wieder neu schauen müssen: Was kann dieses Kind gerade leisten – und welche Unterstützung braucht es?
Außerdem geht es um Prävention und gesellschaftliche Verantwortung. Denn während der Schwangerschaft gibt es keine bekannte sichere Menge Alkohol. Dabei geht es nicht um Schuld oder Beschämung, sondern um Information, Unterstützung und einen selbstverständlicheren Umgang mit Alkoholverzicht.
Ein zentraler Gedanke der Folge: Nicht das Kind muss sich an eine Welt anpassen, die für sein Gehirn nicht gemacht ist. Wir dürfen die Welt ein Stück weit an das Kind anpassen.
Das FASD Fachzentrum Hamburg e. V. bietet Betroffenen, Familien und Fachpersonen Informationen, Beratung, Fortbildung und Vernetzung rund um Fetale Alkoholspektrumstörungen. Mehr Informationen
Dr. phil. Kerstin Klappstein arbeitet als systemische Paar- und Familientherapeutin in Hamburg & online. Sie begleitet Menschen bei persönlichen, partnerschaftlichen und familiären Herausforderungen – ressourcenorientiert, traumasensibel und bindungsorientiert. www.dr-klappstein.de
Technische Umsetzung mit Unterstützung von www.alles-eitel.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Willkommen bei Neulich im Therapiekaffee, dem Podcast in dem wir darüber sprechen was nach und zwischen den Therapiesitzungen geschieht.
00:00:14: Ich bin Dr.
00:00:15: Kerstin Klappstein, systemische Familientherapeuten und Traumotherapeutinnen und habe meine Praxis in Hamburg und berate auch online.
00:00:24: In meinem Podcast erzählen Menschen von ihren Erfahrungen auf dem Weg durch die Therapie – von Aha-Momenten, Veränderung, Stolpersteinen und neuen Blickwinkeln!
00:00:34: Es geht hier nicht um Therapie im fachlichen Sinn, sondern um Geschichten die Menschen erleben.
00:00:41: Also lehnt dich zurück, schnack dir einen Kaffee und komm mit in ein Gespräch voller Mut, Echtheit und Hoffnung!
00:00:49: Heute geht es um ein Thema das mich schon länger begleitet und über das ich mir schon länger auch Gedanken mache.
00:00:57: Und zwar geht's um das Thema fetales Alkoholsyndrom oder vitale Alkohol-Spectrum-Störung.
00:01:06: Und dieses Thema wurde ja schon so ein bisschen eingeleitet durch den letzten Podcast, in dem ich Mandy und ein Interview habe die von ihrer Pflegetochter erzählt hat, die einen FASD hat.
00:01:20: Das würde ich gerne heute nochmal vertiefen.
00:01:24: also ich begleite ja viele Pflegefamilien die wir ja auch von Mendi gehört haben, ein Kind mit FASD großziehen und wenn man diese Familien ein Stück begleitet bekommt man schnell eine Ahnung davon wie herausfordernd der Alltag sein kann.
00:01:43: Gleichzeitig erlebe ich immer wieder wie wenig bekannt FASd eigentlich ist und deshalb möchte ich heute ein bisschen darüber erzählen Also nicht als ausführliche medizinische Fachfolge, das mache ich ja nie.
00:01:58: Sondern vor allem um Verständnis zu schaffen für die Kinder, für ihre Familien und auch dafür dass wir als Gesellschaft ganz viel dazu beitragen können, dass Kinder gar nicht erst mit dieser Beeinträchtigung auf die Welt kommen.
00:02:12: FASD ist die englische Abkürzung für die fatale alkohol spektrum Störung.
00:02:19: im deutschen Raum wird da halt auch ganz oft von FAS einfach gesprochen.
00:02:24: Und das, was es aber meint ist damit werden Beeinträchtigungen bezeichnet die dadurch entstehen können dass ein Kind während der Schwangerschaft Alkohol ausgesetzt war.
00:02:35: und bevor ich jetzt genauer auf die Auswirkung eingehe möchte ich etwas ganz wichtiges sagen FASD ist keine Erziehungsfrage.
00:02:45: Also ein Kind mit FASD ist nicht schlecht erzogen und es ist nicht einfach nur besonders anstrengend oder so, das fehlt ihm auch nicht an Willen.
00:02:55: FASd ist eine Hirnorganische Beeinträchtigung die durch die vorgeburtliche Alkoholexposition entstehen kann.
00:03:03: Und genau das verändert aus meiner Sicht den Blick auf viele Verhaltensweisen.
00:03:09: Ein Kind mit FASD kann beispielsweise Schwierigkeiten im Bereich Aufmerksamkeit lernen, Impulskontrolle, Gedächtnis aber auch solche Dinge wie kein Zeitgefühl haben die Reizverarbeitung ist gestört oder das Einschätzen von Konsequenzen.
00:03:29: Manche Kinder haben Schwierigkeiten Handlungsabläufe zu planen.
00:03:33: Und manche können sich Dinge, die gerade noch eben besprochen wurden nur sehr schwer merken.
00:03:39: Manche verstehen Regeln durchaus und kümmern sich auch darum dass Regeln eingehalten werden also im Kindergarten oder in der Schule.
00:03:47: Können sie aber in einer konkreten Situation trotzdem nicht zuverlässig umsetzen?
00:03:53: Und mancher Kinder wirken auf den ersten Blick völlig unauffällig.
00:03:58: Und genau das macht FSD so besonders schwierig, denn das was wir sehen passt nicht immer zu dem was im Gehirn gerade möglich ist.
00:04:08: Also ein Kind kann beispielsweise eine Aufgabe wie Schuhe binden gestern noch geschafft haben und heute geht es überhaupt nicht mehr.
00:04:16: Das kann übermorgen oder in zwei Wochen auch wieder da sein aber nicht alle Fähigkeiten bleiben wenn sie einmal gelernt wurden Und dann denken Erwachsene schnell, ja das kannst du doch.
00:04:28: Das kann auch nicht sein dass es weg ist.
00:04:31: Ja vielleicht konnte das Kind es gestern aber die Fähigkeit etwas grundsätzlich zu können bedeutet nicht automatisch dass es diese Fähigkeiten in jeder Situation zuverlässig abrufen kann.
00:04:45: und genau hier liegt eine der großen Herausforderungen.
00:04:49: Ein Satz eines FASD-Experten, mit dem ich mich einmal ausgetauscht habe ist mir besonders im Gedächtnis geblieben.
00:04:56: Er sagte nämlich kennst du einen Kind mit FASd?
00:05:00: Kennst du eins?
00:05:01: Ich fand diesen Satz ziemlich beeindruckend!
00:05:05: Denn FASD ist eben eine Spektrum-Störung, das bedeutet es gibt bestimmte typische Merkmale und gemeinsame Beeinträchtigungen.
00:05:13: Aber wie sich diese bei einem einzelnen Kind zeigen kann sehr unterschiedlich sein.
00:05:18: also da gibt es halt ne Bandbreite ein Spektrom Das eine Kind ist vielleicht eher impositiv und muss ständig in Bewegung bleiben und das andere wirkt eher verträumt und zurückgezogen.
00:05:30: Vielleicht kennt ihr diese Aspekte auch von Kindern mit ADHS, aber bei diesen Kindern ist es eben ähnlich.
00:05:39: Das eine Kind braucht sehr viel Unterstützung bei täglichen Abläufen und das andere kann erstaunlich selbstständig wirken und gerät trotzdem immer wieder in Situationen die es nicht einschätzen kann.
00:05:52: Und deshalb können wir nicht sagen so ist ein Kind mit FSD!
00:05:57: Wir können eben nur fragen Wie ist dieses Kind?
00:06:01: Und was kann es, was fällt ihm vielleicht schwer oder was braucht es.
00:06:07: Vielleicht ist das überhaupt eine der wichtigsten Fragen in der Begleitung von Kindern mit FSD.
00:06:12: nicht wie bringen wir dieses Kind dazu sich anzupassen an den gesellschaftlichen Rahmen und unsere Vorgehaben oder so sondern wie müssen wir die Umgebung gestalten damit dieses Kind sich möglichst gut entwickeln kann.
00:06:30: Das ist ein großer Unterschied, denn wenn das Gehirn bestimmte Dinge nicht zuverlässig leisten kann hilft es nicht unbedingt immer wieder die selbe Aufforderung und Anforderungen.
00:06:42: Immer wieder zu sagen und dann halt auch immer wieder zu erhöhen.
00:06:46: Dann müssen wir diese Umgebung verändern.
00:06:50: vielleicht braucht mehr Struktur mehr Vorhersagbarkeit weniger Reize klare und kurze Anweisungen viele Wiederholungen und konkrete Unterstützung.
00:07:02: Und vor allem Geduld!
00:07:05: Das bedeutet nicht, dass Kinder mit FASD keine Grenzen brauchen – natürlich brauchen sie Grenzen weil sie wie alle Kinder eine schützende Ramung brauchen um behütet aufwachsen zu können.
00:07:16: aber sie brauchen häufig andere Formen von Unterstützung damit diese Grenzen überhaupt umgesetzt werden können.
00:07:23: und genau hier kommen wir zu den Familien.
00:07:27: Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder, wie unglaublich viele Pflegeeltern hier leisten.
00:07:33: Sie müssen auf Dinge berücksichtigen die für andere Familien selbstverständlich funktionieren.
00:07:38: sie müssen sich ständig überlegen was kann mein Kind wirklich verstehen?
00:07:44: und wenn es denn die Worte verstehen kann ist die Aufforderung dahinter verstehen?
00:07:48: Was kann es sich gerade merken und was überfordert es auch total?
00:07:53: Was muss ich anders gestalten?
00:07:56: Manchmal müssen sie dieselbe Sache eben hundertmal erklären.
00:08:00: Das kann unglaublich erschöpfen sein und dann kommen von außen manchmal Sätze wie, da müsst ihr einfach konsequenter sein.
00:08:08: das Kind muss doch lernen dass das nicht geht.
00:08:10: bei uns würde das natürlich nicht funktionieren.
00:08:13: oder auch ihr lasst euch aber ganz schön auf der Nase rumtanzen.
00:08:19: Hier wünsche ich mir, dass wir vorsichtiger mit solchen Bewertungen werden.
00:08:23: Die üblichen Erziehungsratschläge und Vorgaben sind für Kinder mit FASD in der Regel nicht geeignet.
00:08:29: so muss man als begleitende Eltern immer um die Ecke denken und das Übliche was auch immer das dann sein mag über Bord werfen.
00:08:38: Und so braucht es manchmal Maßnahmen, die man bei anderen Kindern nicht anwenden würde.
00:08:43: Zum Beispiel mit Süßigkeiten und Medienkonsum-Locken um das Kind dazu zu bringen sich anzuziehen Denn wir wissen ja oft gar nicht wie viel diese Familien jeden Tag leisten.
00:08:55: und vielleicht wäre eine andere Frage hilfreicher Was würde euch gerade helfen?
00:09:01: Oder was ist im Moment besonders schwierig?
00:09:04: oder einfach Wie geht es euch damit?
00:09:06: ohne Vorwurf ohne Schnellratschläge.
00:09:10: Einfach aus echtem Interesse, denn Familien die ein Kind mit FASD begleiten brauchen auf jeden Fall Unterstützung und sie brauchen Menschen die verstehen dass das Verhalten des Kindes nicht automatisch etwas über die Qualität der Erziehung aussagt.
00:09:28: Und dann damit komme ich halt auch zu einem zweiten Punkt der mir für diese Folge besonders wichtig ist ist in vielen Fällen vermeidbar und deshalb ist die Prävention auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
00:09:44: Die sicherste Empfehlung lautet, in der Schwangerschaft keinen Alkohol denn es gibt keine bekannte sichere Menge und kein sicheren Zeitpunkt für Alkohl-Konsum in der Schwangerschaft.
00:09:57: Und jetzt könnte man ja sagen okay das weiß doch zwischen jeder ich bin mir da nicht so sicher.
00:10:04: Also jedenfalls bin ich mir nicht sicher, wenn ich mir die Bemerkungen und das Verhalten in der Gesellschaft anschaue.
00:10:11: Und selbst wenn wir es dann wissen bedeutet das ja noch lange nicht dass wir als Gesellschaft auch entsprechend handeln.
00:10:17: Denn ich finde wir sollten nicht nur von schwangeren Frauen erwarten auf Alkoholverzichten Wir könnten es ihnen ja auch ein bisschen leichter machen.
00:10:26: Also wenn eine Schwangere mit uns am Tisch sitzt, warum trinken wir dann nicht einfach gemeinsam etwas alkoholfreies?
00:10:33: Warum muss jemand überhaupt erklären, warum sie keinen Sekt möchte.
00:10:38: Warum wird immer noch nachgefragt ach komm ein Glas das wird doch wohl gehen oder dass bisschen Alkohol macht doch nichts?
00:10:47: ich finde hier könnten wir als Familie Freundeskreis und Gesellschaft ganz schön und vor allem sehr einfach Verantwortung übernehmen.
00:10:57: Wenn eine Schwangere kein Alkohol trinken möchte, dann machen wir daraus auch keinen Thema.
00:11:01: Wir trinken einfach gemeinsam etwas anderes und vielleicht müssen wir auch über Dinge sprechen die zunächst nebensächlich erscheinen Also alkoholische Süßigkeiten zum Beispiel.
00:11:13: also was wie Moschari oder so jeder Moschiri ist zu viel Oder auch andere Pralinen mit Alkohl.
00:11:19: Auch hier können wir einfach aufmerksam sein und darauf verzichten, sie einer Schwangeren anzubieten.
00:11:26: Und diesen tollen Satz ein bisschen Sekt bringt doch den Kreislauf in Schwung.
00:11:30: Ich finde denen dürfen wir wirklich jetzt mal verabschieden.
00:11:34: der gehört in die Tonne.
00:11:37: Zumal ist es ja.
00:11:37: auch außerhalb der Schwangerschaft gibt es ja deutlich bessere Möglichkeiten den Kreislauf ins Schwung zu bringen.
00:11:45: Also mir geht es hier nicht darum irgendwie Schwangere zu bevormunden oder zu beurteilen, ganz im Gegenteil.
00:11:52: Bei diesem Thema brauchen wir Informationen statt Beschämung.
00:11:57: Denn Schwangerschaften sind nicht immer geplant.
00:11:59: Menschen können von einer Schwangersschaft erfahren nachdem sie Alkohol getrunken haben.
00:12:04: Menschen mit einer Suchterkrankungen kommen manchmal einfach nicht von ihrem Suchtstoff los auch in der Schwangersenschaft nicht.
00:12:12: Manche Menschen haben einfach zu wenig oder keinen Zugriff auf Informationen.
00:12:17: So hat man zum Beispiel einer Schwangerin erzählt, Glühwein wäre kein Alkohol und aufgrund ihrer eigenen Beeinträchtigung hat sie das geglaubt und war dann dementsprechend total entsetzt über die Diagnose ihres Kindes.
00:12:31: Da hilft auch niemandem Schuldzuweisung.
00:12:34: was dann hilft sind Informationen medizinische Beratungen und Unterstützung.
00:12:39: Und deshalb möchte ich auch an dieser Stelle nochmal ausdrücklich sagen, diese Folge ist kein Appell an Schuldgefühle.
00:12:45: Sie ist ein Appell in Verantwortung – an unsere gemeinsame Verantwortung!
00:12:50: Denn wir können eine Umgebung schaffen, in der Alkoholverzicht während der Schwangerschaft völlig normal ist.
00:12:57: Eine Umgebungen, in denen niemand eine Erklärung dafür
00:13:00: braucht.".
00:13:01: Und eine Umgebung in der Familien, die mit FASD leben nicht das Gefühl bekommen sie müssten sich jetzt ständig für ihr Kind oder ihre Erziehung rechtfertigen.
00:13:12: Vielleicht können wir ja auch beides gleichzeitig tun und dafür einsetzen dass FASd möglichst verhindert wird und den Kindern und Familien die damit leben mit Verständnis und Unterstützung begegnen denn diese Kinder brauchen keine Erwachsenen die ständig versuchen sie passend zu machen.
00:13:30: da gibt es auch andere psychische Erkrankungen, bei denen ich denke es ist nicht gut immer zu versuchen Kinder passend zu machen aber in diesem Fall nochmal umso mehr.
00:13:42: Sie brauchen Erwachsene die neugierig darauf schauen wer dieses Kind ist.
00:13:47: alle Pflegeeltern die ich kenne deren Kinder mit FASD leben Sehen in diesem Kind ja nicht die Diagnose, sondern genau wie es Mandy in der letzten Folge getan hat.
00:13:59: Die sieht in ihr dieses kreative liebevolle, witzige, diese einzigartige Persönlichkeit ihrer Pflegetochter.
00:14:07: und ihre Familien brauchen Menschen, die nicht nur fragen was macht das Kind schon wieder, sondern was braucht ihr damit ihr das gut schaffen könnt?
00:14:18: Vielleicht ist das auch der wichtigste Gedanke, den ich euch heute mitgeben möchte.
00:14:23: Nicht dass Kind muss sich an eine Welt anpassen die für sein Gehirn nicht gemacht ist.
00:14:28: Wir dürfen die Welt ein Stück weit an das Kind anpassen.
00:14:33: Das bedeutet ja nicht, dass wir keine Entwicklung erwarten.
00:14:35: Es bedeutet das wir Entwicklung dort ermöglichen wo sie eben möglich ist mit den Fähigkeiten die ein Kind tatsächlich hat.
00:14:44: Mit seinen Ressourcen und seinen Stärken und halt mit wahnsinnig viel Geduld.
00:14:49: Denn auch ein Kind mit FASD kann sich entwickeln es kann lernen, es kann Beziehungen gestalten es kann in einem bestimmten Rahmen auch Selbstständigkeit entwickeln.
00:14:59: aber vielleicht hat er auch in einem ganz anderen Weg Vielleicht langsamer, vielleicht mit mehr Unterstützung und vielleicht auf jeden Fall mit mehr Wiederholung.
00:15:11: Und vielleicht müssen wir unsere Vorstellungen davon verändern wie Entwicklung aussehen soll.
00:15:17: Da erleben wir bei Kinder mit FSD manchmal Überraschungen zum Beispiel wie bei der Jugendlichen die Abitur gemacht hat aber nicht weiß wie sie für die Familie einkaufen gehen soll weil sie den Wert des Geldes einfach nicht richtig einordnen kann.
00:15:32: Dafür erscheinen irgendwie so, vermute ich, unterschiedliche Regionen des Gehirns zuständig zu sein.
00:15:39: Aber hey!
00:15:40: Sie hat das auch wie du geschafft und ich bin gespannt wo ihr Weg hinführen wird.
00:15:45: Das gelingt natürlich nicht ein, es muss auch nicht sein aber es zeigt dass vor schnelle Bewertungen und Abwertung einfach nicht angebracht sind.
00:15:56: In vielen Fällen benötigen diese Kinder ihr Leben lang Unterstützung.
00:16:00: Aber lasst uns genau schauen, welche Art der Unterstützung es dann sein muss?
00:16:05: Daher zum Schluss noch einmal den Satz vom Anfang kennst du ein Kind mit FASD, kennst Du als!
00:16:11: Vielleicht ist das eine gute Einladung.
00:16:13: wenn Ihr ein Kind Mit FASd kennt Dann versucht nicht zuerst in ihm die FAS d zu erkennen.
00:16:20: Versucht das Kind zu erkennen Was mag es, wofür interessiert ist sich?
00:16:25: Was kann das besonders gut.
00:16:26: Was bringt es zum Lachen und was gibt ihm Sicherheit?
00:16:29: Und was braucht es von
00:16:30: euch?".
00:16:31: Das ist ja eigentlich das wie wir immer mit Kindern umgehen könnten erstmal zu schauen Wie ist dieses Kind?
00:16:40: Was macht es aus?
00:16:42: Wenn ihr eine Familie mit einem Kind mit FASD kennt dann fragt vielleicht einfach mal wie kann ich euch unterstützen?
00:16:49: und wartet die Antwort ab.
00:16:52: Vielleicht ist es auch ein ganz konkreter Wunsch.
00:16:56: Vielleicht ist das einfach nur eine offene Ohr, vielleicht eine praktische Hilfe oder die Erfahrung – da ist jemand der uns nicht bewertet.
00:17:06: Manchmal ist genau das schon unglaublich viel!
00:17:12: Das war eine weitere Folge von Neulich im Therapiekafé Geschichten über das Wachsen, Zweifeln und Wiederfinden.
00:17:19: Hat dich das Gespräch berührt?
00:17:21: Erinnert dich das ein oder andere an dein eigenes Leben?
00:17:25: Ich bin Dr.
00:17:26: Kerstin Klappstein und wenn du Unterstützung suchst, schau gerne in meiner Online-Praxis vorbei – den Link findest Du in den Shownotes.
00:17:34: Schön dass Du dabei warst!
00:17:35: Bis zum nächsten Mal im Therapiekafé.
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