Friederike – Wenn der Anfang nachwirkt
Shownotes
Ein schwieriger Start ins Leben ist nicht automatisch vergessen, nur weil ein Kind später fröhlich und scheinbar unbeschwert wirkt.
Friederike erzählt von der Geburt ihrer ersten Tochter, der frühen medizinischen Versorgung und der Trennung kurz nach der Geburt. Als ihre Tochter später bei selbst vertrauten Menschen kaum ohne Mama oder Papa bleiben kann und die Eingewöhnung in der Krippe zu enormem Stress führt, entsteht die Frage: Wirkt etwas von diesen ersten Erfahrungen bis heute nach?
In der Therapie geht es zunächst um Friederikes eigene Belastung und anschließend um die Geschichte ihrer Tochter. Mit einem gemeinsam entwickelten Narrativ und Elementen der integrativen bindungsorientierten Traumatherapie bekommt das Erlebte einen Raum zur Verarbeitung.
Schon bald werden Veränderungen spürbar: Trennungen werden besser möglich, die Großeltern können Sicherheit geben – und als die kleine Schwester geboren wird, kann die Große bei ihrer Oma bleiben.
Diese Folge macht Mut, früh hinzuschauen und sich Unterstützung zu holen. Denn manche schwierigen Phasen gehen von allein vorbei. Andere Erfahrungen brauchen jemanden, der dabei hilft, sie zu verarbeiten.
Dr. phil. Kerstin Klappstein arbeitet als systemische Paar- und Familientherapeutin in Hamburg & online. Sie begleitet Menschen bei persönlichen, partnerschaftlichen und familiären Herausforderungen – ressourcenorientiert, traumasensibel und bindungsorientiert. www.dr-klappstein.de
Technische Umsetzung mit Unterstützung von www.alles-eitel.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Willkommen bei Neulich im Therapiekaffee, dem Podcast in dem wir darüber sprechen was nach und zwischen den Therapiesitzungen geschieht.
00:00:14: Ich bin Dr.
00:00:15: Kerstin Klappstein, systemische Familientherapeuten und Traumotherapeutinnen und habe meine Praxis in Hamburg und berate auch online.
00:00:24: In meinem Podcast erzählen Menschen von ihren Erfahrungen auf dem Weg durch die Therapie – von Aha-Momenten, Veränderung, Stolpersteinen und neuen Blickwinkeln.
00:00:34: Es geht hier nicht um Therapie im fachlichen Sinn, sondern um Geschichten die Menschen erleben.
00:00:41: Also lehnt dich zurück, schnappt dir einen Kaffee und komm mit in ein Gespräch voller Mut, Echtheit und Hoffnung!
00:00:50: Heute bin ich bei Friederike zu Besuch und ich freue mich da drüber sehr weil normalerweise kommen ja die Interviewpartnerinnen so Interview immer zu mir in die Praxis, in meinen Therapiecafé und dann sprechen wir bei mir.
00:01:07: Und heute ist das Besondere dass ich mein Therapiekafé eingepackt habe und zu Friederike gefahren bin und vielleicht kann ja Friederikke gleich selber mal erzählen warum wir uns für diese Variante entschieden haben.
00:01:21: aber ich freue mich total dass ich hier sein darf.
00:01:27: Magst du mal ein bisschen was über dich erzählen?
00:01:30: Ja, hallo.
00:01:30: Ich freue mich auch, dass du da bist!
00:01:33: Genau ich bin Friederike und ich bin Anfang dreißig, lebe mit meinem Mann und meinen zwei Kindern sehr ländlich in Schleswig-Holstein Und meiner Freizeit reite ich gerne und mache gerne Musik wenn ich dann dazu komme mit den beiden Kindern Und ansonsten, wenn ich nicht in Elternzeit bin dann arbeite ich im sozialen Bereich.
00:01:54: Genau und das ist nämlich auch der Grund warum mich ja zu dir zu Besuch gekommen bin weil das ist für mich jetzt total schön die kleine Maus die dabei dir vom Bauch hängt und schläft.
00:02:07: Also falls es zwischendurch mal ein bisschen unruhiger wird, machen wir einfach eine Pause und dann reden wir hinterher weiter.
00:02:13: Auf einem Moment schläf sie ganz süß und die große Schwester ist mit Papa unterwegs.
00:02:18: das ist irgendwie total schön und so haben wir ein bisschen Zeit zum Reden freue ich mich sehr.
00:02:24: Ein Eingangsritual was sich immer versuche.
00:02:27: manchmal vergesse ich dass aber heute habe ich dran gedacht Du jetzt gerade so hier unterwegs bist.
00:02:36: Also wie geht's dir heute?
00:02:37: Und heute habe ich mein Hamburg-Memory mitgebracht und hab das hier schon mal so ausgelegt, welche Karte würdest du sagen entspricht ja zu heute deiner Stimmung?
00:02:48: oder wie es heute morgen vielleicht schon für euch war oder für dich?
00:02:52: Welche Karte wählst du?
00:02:54: Ja, heute Morgen oder allgemein die Zeit jetzt würde ich mit der Karte in Verbindung bringen wo so zwei Möwen über den Hamburger Hafen fliegen.
00:03:04: Ich habe die ausgesucht weil im Moment bei uns noch ein bisschen Aufbruchstimmung ist und ja so ein bisschen das Gefühl von wir fliegen weiter weil ein Umzug ansteht und gleichzeitig weil das ein paar Möven sind, weil es eben dazu gehört dass wir auf jeden Fall ein paar mehr sind Genau, und wir das alles zu viert machen werden.
00:03:22: Aber genau!
00:03:22: Das ist so eine Mischung aus Aufbruch und gemeinsam ruhig in der Luft schweben und gleichzeitig... ...ist ganz schön viel Lärm und Trubel unter uns da im Hafen.
00:03:32: Da
00:03:33: ist ja nie nur die Ruhe, sondern eben auch ganz schön viele Trubeln und Lehmhaftigkeit.
00:03:38: Naja mit zwei kleinen Kindern umzuziehen ist auch echt eine Herausforderung ne?
00:03:44: Ja, das wird auch wieder Hamburger Hafen.
00:03:47: Wie schön dass wir vorher diesen Termin noch gefunden haben, dass ich euch hier nochmal besuchen kann bevor jetzt hier so richtig Trubel passiert!
00:03:58: Das ist doch schön... Wir haben uns ja auf ein Weg gemacht gemeinsam in einem Prozess aus einer Situation heraus, die für dich und vor allen Dingen für deine ältere Tochter nicht so richtig schön war.
00:04:14: Bevor wir da jetzt gleich mal ein bisschen einsteigen hätte ich aber gerne erstmal von dir gewusst also das Leben, das sagtest du ja gerade schon mit zwei kleinen Kindern und jetzt umziehen und sowas ist ja echt auch aufregend und anstrengend.
00:04:29: Aber was ist es worüber du dich so richtig freuen kannst?
00:04:33: Also... Was gibt es da so
00:04:38: worüber ich mich im Alltag einfach wirklich freue.
00:04:43: Also, ich glaube das hängt auch schon sehr mit der Geschichte zusammen wo wir gleich noch ein bisschen drauf eingehen mit meiner Tochter.
00:04:51: dadurch dass ich einfach viel Zeit mit meinen Kindern ja gerade verbringe gibt es ja wenig außerhalb und die Sachen über die ich mich besonders freue sind mit den Kindern zusammen oder auch mit meinem Mann zusammen.
00:05:01: meine Töchter sind beide sehr sehr fröhlich und vor allem meine große Tochter die ist einfach da sehr ausgelassen viel am Lachen und es gibt einfach wenig Situationen im Alltag, wo nicht irgendwie ziemlich viel Humor und Spaß und Lachen dabei ist.
00:05:16: Und das macht mich einfach sehr, sehr fröhlich zu sehen dass bei allem was so war, dass sich das so schön entwickelt und
00:05:23: wir
00:05:23: so schöne Momente haben.
00:05:26: Das sind ich auch wirklich richtig süß!
00:05:28: Ich habe ja deine Tochter jetzt ein bisschen kennengelernt und heute Morgen als ich hier ankam, das fand ich wirklich total entzückend, hab' ich schon direkt einen Kaffee bekommen aus ihrer schönen Küche, die sie in Aya hat.
00:05:40: Und es ist irgendwie süß und die lacht so viel und hüpft rum!
00:05:44: Und irgendwie ist das ganz schön und so habe ich sie ja auch kennengelernt.
00:05:48: also ich weiß noch wie ihr das erste mal meine Praxis kamen und sie direkt nach so anfänglichen Zögern aber dann ziemlich schnell auch irgendwie die Praxis für sich erkundet hat und so fand ich eigentlich sehr schön.
00:06:01: Das stimmt, dass ist echt eine sehr fröhliche, sehr fröliches Kind.
00:06:08: Okay, steigen wir doch mal so ein bisschen ein in das was dich zu mir gebracht hat.
00:06:15: Also das was ich gehört hatte oder wie wir ja dann warum wir uns entschieden hatten dass es vielleicht gut ist wenn wir zusammen arbeiten ist ja dass die Geburt von deiner großen anders verlief als du dir das vorgestellt hattest ohne jetzt so richtig ins Detail zu gehen, aber damit die Zuhörer in vielleicht eine Vorstellung davon haben.
00:06:42: Wie war das für dich?
00:06:45: Ja also beim ersten Kind hatte ich die Vorstellung dass alles ein bisschen mehr nach Lehrbuch sozusagen läuft und es war dann ebenso, dass das einfach eine sehr lange Geburt mit viel Einleitung war über mehrere Tage was einfach sehr kräftig zehrend war und die Geburt selber auch sehr lange und anstrengend Und wir dann aber total erleichtert und froh waren, als die Große da war oder damals noch die Kleine.
00:07:15: Dann haben wir relativ schnell gemerkt dass es ihr nicht gut geht und dann stellte sich eben heraus das sie nicht ganz gesund auf die Welt gekommen ist und dann erstmal verlegt werden musste auf die Kinderstation.
00:07:29: eine Trennung zwischen uns gab und ziemlich zeitnah nach der Geburt Und ja, das war noch eine ganze turbulente Zeit dann eben danach.
00:07:38: So dass wir nicht so dieses entspannte Zusammenkommen hatten.
00:07:43: Ganz viel Aufregung bevor wir nach Hause konnten gemeinsam.
00:07:47: Was meinst du denn was für deine Tochter damals das Schlimmste war?
00:07:57: Also
00:07:57: ich denke es ist schon auch für sie ganz schön stressig und anstrengend war diese lange Zeit der Geburt.
00:08:04: Ich glaube aber auch der schlimmste Punkt war dann so isoliert weg von uns zu sein, zumindest zeitweise.
00:08:13: Wir haben uns ja bemüht sehr viel bei ihr zu sein auf der Kinderstation, aber das ging eben nicht.
00:08:19: Und da stelle ich mir zumindest für ein neu geborenes erst recht ganz schön schwierig vor, plötzlich auch so auf Sicht gestellt zu sein und nicht... mit Mama und Papa zu kuscheln.
00:08:31: Ja, ich glaube das was für die Kleinen wenn sie dann halt auch so medizinisch versorgt werden müssen das machen wir uns ja selber keine Vorstellung von weil wir wissen okay jetzt muss ein Zugang gelegt werden es müssen Medikamente verabreicht werden was auch immer dann so passiert und wir in der Regel wissen wir ok dass ist jetzt ein Schmerz und da geht wieder vorbei oder wir hoffen das.
00:08:53: Oder bestenfalls haben wir auch mal die Erfahrung gemacht, dass solche Schmerzen wieder vorbeigehen und bei den Kleinen ... sowas hat sie noch nie erlebt!
00:09:03: Und sie wusste nicht, ob das überhaupt jemals wieder vorbei gehen würde.
00:09:07: Ich glaube, genau so wie du sagst, dieses solange getrennt sein wird Mama und Papa immer wiederkommen, wird das irgendwann besser werden?
00:09:17: Das wissen die ja nicht... Und das kriegen sie halt dann ja schon ziemlich direkt.
00:09:23: Dann ist es aber irgendwann erst mal ein bisschen besser geworden, ne?
00:09:27: Also wann wurde's denn wieder gut?
00:09:29: Ja genau also nach dieser Kombination von Sie weiß gar nicht ob wir je wieder da sind und es gibt andauernd Schmerzen durch Zugänge und Blutabnahmen.
00:09:42: so Ich glaube, ich würde es langsam besser als die Medikamente gewirkt haben und als wir dann erst mal nicht zu Hause waren.
00:09:49: Da, glaube ich, wird schon immer deutlich besser, weil wir einfach zusammen waren, weil nicht mehr ständig irgendwelche Schmerzen für sie da waren sondern... Wir konnten alle ein bisschen zur Ruhe kommen.
00:10:00: Genau!
00:10:01: Da wurde's besser.
00:10:03: Dann folgt ja nochmal ein bisschen auch und ab Das stillen einfach ganz schön schwierig war, dadurch dass sie erst die Flasche bekommen hat und da mussten wir das auch ganz schön einkroofen.
00:10:12: Ich glaube das war für uns alle eine ganz schöne Herausforderung in der stressige Zeit.
00:10:16: Dann kam nochmal eine Erkrankung so dass wir wieder statt hier näher gehen mussten Und damals dann die große Auch wieder ganz schön angestrengt war glaub ich also wie auch aber sie eben schon wieder erfahren hat Dass es ihr nicht gut geht.
00:10:38: Wie alt war sie da?
00:10:39: Als Sie bei dem zweiten
00:10:41: Krammungsamen?
00:10:41: Da war sie dann ein Monat.
00:10:44: Genau, also wir waren im Prinzip zwei Wochen zu Hause und sind dann wieder ins Krankenhaus gegangen.
00:10:48: das ging dann alles glimpflich aber es war schnell wieder das Gefühl von, das wird wieder anstrengend, wird wieder ganz schön schwierig.
00:10:56: Und ich glaube als wir dann Zuhause waren, da sind wir dann wirklich zur Ruhe gekommen, da wurde's dann richtig gut.
00:11:01: Also da blieb sie dann auch fit und gesund und fing bald an das erste Mal zu lachen Und hat irgendwie seitdem nicht mehr aufgehört.
00:11:09: Also das
00:11:09: ist total schön!
00:11:10: Ja,
00:11:11: einfach ein wirklich sehr, sehr fröhliches Strahlen des Kindes und ja... Das war glaube ich der Moment wo wir alle merken so jetzt.
00:11:16: Jetzt können wir durchatmen.
00:11:18: Du erzählt es ja gerade dass das mit dem Stillen zum Anfang auch irgendwie nicht so einfach war ne?
00:11:24: Wie habt ihr das geschafft?
00:11:25: Ich glaube es war viel ein Durchhalten und die Motivation das miteinander schaffen zu wollen und die Große irgendwie ein Baby gewesen, was ja sehr entspannt war in vielen Momenten.
00:11:40: Also so anstrengend wie das glaube ich auch für sie war, war sie dann aber total zufrieden wenn es mit dem Stillen geklappt hat und klar war sie mag auch so gerne kuscheln und nähe sodass die uns das einfach leicht gemacht hat damit ihr zusammen diesen Weg zu gehen.
00:11:56: Ja, dass er irgendwie zumeistern.
00:11:57: Genau,
00:11:58: irgendwie zum Meistern und dann hat's irgendwann einfach geklappt.
00:12:03: Schön!
00:12:04: Es ist ja dann auch wirklich irgendwie eine tolle Entwicklung, auch dann zu sehen dass sie so ein fröhliches kleines Mädchen ist und das was sie erlebt hat.
00:12:15: Sie auf jeden Fall nicht davon abgebracht hat jetzt irgendwie fröhlich zu sein und irgendwie das Leben mit Mama und Papa zu genießen.
00:12:23: Dann war eigentlich ne ganze Zeit ziemlich viel gut So ne?
00:12:28: Also ihr habt dann hier euer Leben gematt.
00:12:30: Du hattest glaube ich Elternzeit Und wann habt ihr denn dann oder wann hast du gemerkt, dass irgendwas nicht ganz in Ordnung ist?
00:12:44: Also wir dachten relativ lange, dass das auch total altersangemessen ist eben zu fremdeln und sich nicht so abgeben zu wollen.
00:12:53: Das ist ja auch was völlig in Ordnungen ist, dass Babys und Kleinkinder einfach lange auch bei Mama und Papa sein wollen und sollen – das entsprach auch unserer Idee sehr!
00:13:05: Gleichzeitig hat sie das so genossen unter Leuten zu sein und unter Kindern.
00:13:08: Und war da so fröhlich, dass wir uns dachten auch, wir starten mal einen Versuch in der Krippe.
00:13:16: Da war sie dann ja oder wie?
00:13:20: Klassische, wann?
00:13:21: Bisschen
00:13:21: älter.
00:13:22: Fünfzehn Monate, fair genau!
00:13:25: Und das war vorher schon so dass sie auch nicht wirklich gerne mochte wenn sie auch bei ganz vertrauten Personen wie Oma und Opa war Dass wir da den Raum verlassen konnten.
00:13:33: Also eigentlich wollte sie schon immer Mama und Papa sehr in der Nähe haben.
00:13:37: Da hat man schon gemerkt dass die einfach sehr viel an uns gebunden waren.
00:13:42: Und in der Kita, das fand sie auch super Wenn ich dabei war In dem Moment wo wir dann mal versucht haben dass ich gehe
00:13:50: Was ja üblich ist.
00:13:52: In
00:13:52: der Kita?
00:13:53: Ziel da schon und es wäre so eine schöne Spielgruppe, die mochte sie total gerne weil ich dabei war aber an den Momenten wo eben die ersten Trennung versucht wurden in der Kita.
00:14:02: das war für sich ganz ganz schwer aushaltbar.
00:14:04: Okay was hast du dann an ihr gemerkt?
00:14:07: also wie hat sie das gezeigt?
00:14:09: Ich musste nur aufstehen und mich eigentlich von ihr verabschieden.
00:14:12: Da hat sie sehr feinfühlig und weiß sofort hier verändert sich etwas und hat angefangen zu weinen dankbarerweise da auch von der Erzieherin auf den Arm nehmen lassen.
00:14:24: Das war auch nicht so ganz selbstverständlich, hat sich aber eigentlich kaum trösten lassen und das war super schwer aushaltbar in den Situationen.
00:14:32: Wenn ich wiederkam dann war sie schnell wieder getröstet aber mochte es sich gar nicht von mir lösen.
00:14:37: und das haben wir eine Weile rausprobiert mit der Idee von vielleicht braucht sie einfach ein paar Anläufe um sich daran zu gewöhnen und zu merken komme immer wieder.
00:14:44: Wir merkten dann aber täglich dass es nachmittags hingezogen hat, dass ihr nicht gut ging.
00:14:51: Dass einfach ständig so ein Stresspegel da war, dass sie viel mehr geweint hat.
00:14:55: Wie gesagt, das kannten wir gar nicht von ihr, sondern sogar so einen Zufall,
00:14:57: ich finde... Ihr habt sie abgeholt und dann merktest du aber also ihr Nervensystem war noch lange nicht beruhigt?
00:15:03: Genau!
00:15:04: Das blieb eben sehr alarmiert Und irgendwann reichte es wenn man uns der Kita genähert haben.
00:15:11: Sondern in den ersten Tagen hat sich so gefreut darauf dahin zu gehen und als die verstanden hat Ich gehe dann aber Da fing sie nur noch an zu weinen, hat sich bei mir festgehalten und wollte sich nicht mehr absetzen lassen.
00:15:22: Hat die Freude daran verloren mit den anderen Kindern zu spielen.
00:15:26: Und da war uns klar das ist nicht der Moment, der für Sie passend ist und haben dann auch nachdem wir das Experiment nach zwei Wochen beendet haben, haben wir bestimmt noch zwei drei Wochen gemerkt dass auch nach wie vor einfach der Stresspigel so erhöht ist ihr viel Sicherheit geben mussten und viel Nähe und ganz viele Kuscheln.
00:15:48: Und ihr ganz viel Sicherheit gegeben mussten, wir gehen nicht bis sie dann wieder wirklich so die Alte war.
00:15:53: Genau!
00:15:54: Das zog sich aber weiter, dass sie eben auch weiterhin nicht gerne bei sehr nahen Vertrauten alleine bleiben wollte.
00:16:01: Da dachten wir uns vielleicht ist da doch was übrig geblieben von der ersten Erfahrung, dass Sie plötzlich weg war und es dann auch nicht so gut war und eher Schmerzen damit verbunden war, dass sie eben nicht bei uns waren.
00:16:15: Also ja genau und das ist ja etwas du sagst es ja schon, dass das halt in Verbindung stehen könnte mit ihren ersten Erfahrungen und wer da drüber noch ein bisschen mehr hören will in der Folge über Trauma oder was Trauma überhaupt ist erkläre ich das so ein bisschen.
00:16:32: und genau das sehen wir aber ja bei deiner Tochter auch.
00:16:36: also solange irgendwie keine Trigger da sind und so ist alles irgendwie gut.
00:16:41: Und in dem Moment, wo es aber ja etwas gibt was sie an das erinnert, was sie erlebt hat Ist das ja sofort wieder da die Angst und die Unsicherheit?
00:16:51: Und das Gefühl okay wer weiß ob kann ich mich darauf verlassen dass Mama und Papa wirklich wiederkommen.
00:16:58: Also das ist für die Kleinen dann schon ziemlich heftig.
00:17:03: Ja also Ich weiß gar nicht ob es die angst Es könnten also kann ich Mich Darauf Verlassen Sie wirklich wiederkommen oder ob es daran gekoppelt ist, wenn Mama und Papa gehen dann wird mir was Schlimmes passieren.
00:17:15: Dann geht's mir nicht gut auch wenn sie wieder kommen wird.
00:17:17: die Zwischenzeit wird schlimm werden.
00:17:19: Ohne Mama und papa gehts einfach nicht,
00:17:21: da
00:17:21: wird´s schmerzhaft.
00:17:22: Ja im Krankenhaus waren wir natürlich in dem Moment darüber wie sie auf den Arm nehmen konnten wo es schön war und er war nicht so nah an ihr dran wenn gerade Zugänge gelegt wurden oder so.
00:17:32: ja genau das also ist meine Vermutung dass das gekoppeld ist.
00:17:37: Außerhalb haben wir eben mitbekommen, sie ist da ein sehr... also meinem Eindruck nach ein sehr sicher gebundenes Kind und es gab immer diese kleinen Momente.
00:17:46: Ja.
00:17:47: Woa auch Mensch!
00:17:48: Man hat das so lange noch gedacht bis sie sich wieder beruhigt hat ne?
00:17:53: Und dann sind wir ja irgendwann in Kontakt gekommen Weil du gedacht hattest, es wäre eine gute Idee sich das nochmal ein bisschen anzugucken und zu schauen ob deine Tochter da rauskommt aus dem um das zu behandeln.
00:18:11: Magst du noch mal erzählen welche Situation du eigentlich warst?
00:18:14: Und warum wir das so schnell machen mussten?
00:18:17: Ja genau also.
00:18:20: ich dachte eben dass wäre gut in den Moment schon einmal anzugehen bevor sich das irgendwie manifestiert.
00:18:28: Gleichzeitig dachten wir eben, es ist auch das Alters angemessen.
00:18:30: Dass ein Kind sich nicht komplett lösen möchte mit fünfzehn Monaten.
00:18:35: Aber ich war wieder schwanger und die zweite Tochter wollte geboren werden.
00:18:42: Und davor war's halt schon eine Idee dass die Große sich ein bisschen mehr lösen kann zumindest für den Moment der Geburt dass sie da bei Oma und Opa sein kann.
00:18:54: Wo sie sich ja auch total gerne mochte, wenn wir dabei sind.
00:18:58: Und genau!
00:18:59: Da hatten wir eben die Idee, dass das während der Schwangerschaft sie soweit auch das gut machen wird, aber dachten uns dann, ah, da holen wir uns ein bisschen Hilfe und Unterstützung.
00:19:11: Wir können ja mal ein bisschen erzählen wie dann dieser Prozess eigentlich war?
00:19:15: Weil die Erfahrung, die ich mache mit Frauen in ähnliche Situationen, wie du sie jetzt erlebt hast.
00:19:24: Ist das diese Therapieprozesse wirklich nicht unbedingt lange dauern?
00:19:30: Also ich glaube wir haben uns viermal gesehen.
00:19:36: Wir hatten zweimal alleine glaub ich oder einmal glaub ich nur alleine und da hatten wir uns ja online getroffen und wo es erst mal auch darum ging nochmal zu gucken Stabil bist du eigentlich und wie hast du das alles verkraftet?
00:19:56: Und es war schon auch noch arg für dich, ne.
00:19:59: Ja, das war für mich sehr präsent.
00:20:00: Das wusste ich auch dass das auch ein großer Anteil bei mir war.
00:20:04: Genau!
00:20:04: Und das finde ich ist aber halt immer eine wichtige Sache auch erstmal zu schauen so funktioniert muss das dann auch funktionieren wenn bevor ich anfange mit dem Kind zu arbeiten muss sich irgendwie sicher sein dass die Eltern sicher sind und dass die in der Lage sind, auch diese Situationen.
00:20:24: Das beschreiben wir ja gleich vielleicht noch mal ein bisschen wie wir das überhaupt gemacht haben aber dass die Eltern halt klar sind und fest sind und so.
00:20:33: und hattest du in dem ersten Gespräch schon das Gefühl okay ich kann das jetzt mit meiner Tochter zusammen durchziehen?
00:20:43: Und wir machen da jetzt was.
00:20:45: oder weißt du noch wie dein gefühl dazu war?
00:20:48: Da war ich mir schon sehr bewusst, dass bei mir noch ziemlich viel Belastung da ist von dieser ganzen Zeit und gleichzeitig war ich da ganz optimistisch, dass das im Prozess auch sich verändern wird.
00:21:03: Ja genau!
00:21:04: Und dann durften auch mal Tränen fließen und das finde ich immer ein entlastendes Moment, das darf unbedingt so sein und dann haben wir losgelegt.
00:21:15: Also die Technik hatte ich schon mal in einer kleinen Sonderfolge beschrieben.
00:21:22: Und zwar geht es da um die integrative bindungsorientierte Traumotherapie, IBT.
00:21:29: Da hatte ich das schon mal so ein bisschen versucht zu schildern Das, wie wir das machen mit bilateraler Stimulation oder auch aus dem EMDR gemacht haben.
00:21:43: Und das Besondere dabei ist ja dass man den Kleinen ihre Geschichte erzählt.
00:21:50: also Wir haben ein Narrativ entwickelt.
00:21:55: Wie war das eigentlich für dich?
00:21:57: Also ich glaube du hast es auch mit deinem Mann zusammengemacht.
00:21:59: Dass ihr euch so überlegt und die Geschichte sage, war ja schreibt die Geschichte eurer Tochter aus der Sicht auch eurer tochter wie sie sich wo da gefühlt hat bei und so wie das so war.
00:22:13: Wie war es für euch das so zu entwickeln?
00:22:17: Da ich dass wir uns einfach viel damit schon auseinander gesetzt haben fiel es dann erstaunlich leicht und gleichzeitig wurde nochmal deutlich wie naja zwangsläufig eng verbundenes ist was unser Eindruck ist uns vorstellen, wie sie sich gefühlt hat.
00:22:32: Dass auch da das... Ja es ist schwer war auseinander zu bekommen.
00:22:37: welche Momente waren wirklich für unsere Tochter schwierig und anstrengend?
00:22:41: Was war für uns schwierig und angestrengt?
00:22:43: Und wie geht das ein bisschen auseinanderzuhalten so dass wir uns auf ihre Perspektive komplett einlassen konnten?
00:22:52: Wie gesagt gleichzeitig haben wir uns viel damit schon auseinergesetzt vorher sodass das gut ging nachher eine ein ganz rundes Narrativ zu schreiben.
00:23:02: Ja, deswegen biete ich das ja auch immer anders.
00:23:04: Das mache ich eigentlich immer, dass die Eltern einfach erstmal losschreiben und mal gucken, weil man muss da erst einmal so'n bisschen in die Formulierung reinkommen.
00:23:14: und genau das was du mich beschreibst finde ich nämlich interessant!
00:23:16: Das ist ja so eng verbunden deine Geschichte und die Geschichte deiner Tochter und für den Papa natürlich auch nochmal der sieht an seine beiden Frauen da und seine Frau und seine Tochter.
00:23:29: Und das ist irgendwie für ihn ja auch nochmal besonders, ne?
00:23:32: Also es ist manchmal nicht so einfach eine Geschichte zu schreiben die dann tatsächlich aus der Sicht des Kindes ist und deswegen lese ich daher immer noch mal drüber und guckt nochmal wo kann man eine Formulierung verändern... ...und dann habe ich ja, seid ihr ja gekommen und dann haben wir erstmal nur gespielt!
00:23:50: Und das hat mich sehr lustig weil deine Tochter sehr kreativ ist und echt sehr schnell wie die Sachen da auseinander genommen hat und so, das fand ich sehr gut.
00:24:02: Bei dem ersten Mal war dann aber schon auch noch spürbar, irgendwann wolltest du zwischendurch rausgehen kurz auf die Toilette und hast gesagt, lass hier die Tür auf!
00:24:15: Es ist alles kein Problem, wir waren allein in der Praxis, es ist gar kein Problem.
00:24:18: Aber da wurde sie unsicher, das wollte sie nicht, da musste sie hinterher.
00:24:23: Das war bei dem ersten mal Das ist mir auch wichtig, die Kinder erst mal kennenzulernen.
00:24:30: Weil wenn ich das Gefühl hätte... ...die Kinder können sich irgendwie auf mich und auf der Setting nicht einlassen, dann brauchen wir es nicht machen.
00:24:39: Aber in den meisten Fällen eigentlich bisher immer kriege ich's irgendwie hin!
00:24:45: Ja, ich hatte auch den Eindruck dass sie sich sehr schnell wohlgefühlt hat da.
00:24:49: Deine Praxis ja umzugesteigen.
00:24:52: Alles auszuparken was ihr gefunden
00:24:54: habt?
00:24:56: meine Praxis umzugestellen.
00:24:57: Ja, das hast du sehr schön reframe aber so darf das ja auch sein!
00:25:03: Das ist doch gut genau.
00:25:04: und dann seid ihr wiedergekommen weil... oh guck jetzt wacht sie auf gucken ob sie uns noch ein bisschen Zeit lässt.
00:25:14: Dann seid ihr zum nächsten mal gekommen und da hatten wir zwischendurch dann per e-mail Kontakt und haben das Narrativ zusammen entwickelt.
00:25:24: Und dann seid ihr wiedergekommen.
00:25:25: und wie würdest du das beschreiben, was wir dann gemacht haben?
00:25:31: Zum einen hat man schon gemerkt dass die Große die Umgebung erkannte.
00:25:35: Das hat viel ausgemacht, dass sie gerne wieder gekommen ist und sich gefreut hat gleich Spielsachen zu finden mit dir zu tun zu haben.
00:25:48: Dann habe ich versucht, das Narrativ ihr vorzulesen.
00:25:56: Währenddessen hast du auch die bilaterale Stimulation durchgeführt und ihr auf den Rücken geklopft.
00:26:07: Und zwar mit einem... Ich glaube wir hatten da Schaf!
00:26:10: Sie hatte sich das scharf ausgesucht, so ein Schleichtier
00:26:15: scharf.
00:26:15: Ja, stimmt!
00:26:15: Das war eine Zeit wo sie so gerne scharfe musste.
00:26:18: Genau und das ist halt so funktioniert dann halt die laterale Stimulation.
00:26:24: man kann ja einfach mit den Händen rechts links irgendwie auch auf dem Körper teppen oder an die Füßchen oder wie auch immer.
00:26:31: es kommt hier mal bisschen drauf an wie alt die Kinder sind.
00:26:34: deine war ja schon anderthalb also die hat sich nicht einfach so hinlegen lassen.
00:26:41: Du hattest sie, glaube ich auch auf dem Arm dann nachher und so.
00:26:44: Und ich habe halt immer versucht Sie während du die Geschichte liest irgendwie zu teppen.
00:26:51: nennt man das dann.
00:26:53: Mir ist an einer Stelle hab' ich dann gemerkt dass sie dieses Geteppe... Das hat sie super gut eigentlich hingenommen!
00:27:04: Das war für sie gar nicht so schwierig.
00:27:06: aber an einer stelle hat sie reagiert Da wollte sie das nicht, da hat sich sie weggedreht und hat es irgendwie auch weggeschubst.
00:27:16: Und ich habe mich noch mal versucht daran zu erinnern an welcher Stelle das war weil wir dann halt immer davon ausgehen okay dass ist das wo was für sie wirklich das Schlimmste war und ich glaube das war nämlich an einem Punkt.
00:27:32: Erinnerst du dich da noch?
00:27:34: Ja, also ich erinnere mich an diese Situation und muss aber auch überlegen welcher Satz es war.
00:27:38: Ich glaube das war auch der Punkt wo sie eben von uns weggegangen ist.
00:27:44: Wo sie auf die Kinderstation verlegt wurde.
00:27:50: Jetzt haben wir hier eine zweite Interviewpartnerin.
00:27:59: Ja, genau.
00:27:59: In dem Moment wurde sie ganz unruhig und hat ja auch aufgehört so vor sich hinzuspielen oder zu gucken was du machst sondern ist dann auch immer weiter weggelaufen.
00:28:08: Er
00:28:10: hat sich sehr bemüht mit ihm auszuweichen bis ich sie dann auf den Arm genommen habe mit dem Versuch dass er sich dann ein bisschen anzuschlen kann um das weiterzumachen.
00:28:19: Aber das ...
00:28:21: Genau, aber das ist ein wichtiger Moment.
00:28:25: In dem Moment, wo sie sich weggedreht hatte und sie das nicht wollte war klar, okay, da reagiert sie drauf.
00:28:32: Dann ist es auch okay, kurz Pause zu machen, weil dann fängt die Verarbeitung an.
00:28:42: Die Geschichte war irgendwann vorbei?
00:28:45: Ich glaub, dann habt ihr noch ein bisschen ... und noch ein bisschen gespielt, sie musste dann ja noch ein paar Sachen weiter umgestalten.
00:28:53: Also ich hatte... was hattest du für'n Gefühl nach der Geschichte?
00:28:58: Also im ersten Moment hatte ich eher den Eindruck dass ihr doch schon los wollte und lieber
00:29:04: wegwähren
00:29:05: Sie vorher.
00:29:05: wie gesagt das ist total schön von wollt ihr zu spielen und mit dir zu spielen!
00:29:09: Und das hat sich dann verändert.
00:29:11: erstmal danach aber auch auf dem Weg nach Hause war es wieder recht entspannt.
00:29:17: Da ist mir wenig aufgefallen, genau wir haben das ja so ein bisschen auch zu Hause fortgeführt bestimmte sicherheitgebende Sätze eigentlich nochmal zu sagen und auch zu teppen und das hat sie immer mehr zugelassen würde ich sagen da kannte sie natürlich auch was wir dann machen dass wir da so ein bißchen auf die Ruhm gelaufen.
00:29:39: das hat sich dann erst kennengelernt.
00:29:42: Ja, also ich habe bei ihr jetzt nicht so eine ganz große Veränderung erst mitbekommen.
00:29:47: In der Nacht danach war aber erstmalig dass sie so ein Nachtschreck hatte.
00:29:52: Das muss gar nicht in Zusammenhang stehen und gleichzeitig war das ja schon nochmal ein ganz schöner Stress für Sie diese Geschichte zu hören und offensichtlich hat sich darauf reagiert dass es erstmalig und dann auch nie wieder aufgetreten ist.
00:30:07: Es ist ja schon eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das irgendwie doch ne Stressverarbeitung war die da nachts aufgetretet
00:30:12: ist.
00:30:12: Unbedingt!
00:30:14: Das kenne ich von Erwachsenen genauso wie von Kindern.
00:30:17: also dass danach entweder die Kinder sind tierisch müde und müssen denn erstmal schlafen Und ganz oft ist es tatsächlich so, dass die Nacht danach erstmal unruhig ist.
00:30:29: Also die erwachsenden Schildern an manchen Euren habe völlig irre geträumt.
00:30:37: Du hast auch geträumt.
00:30:39: Die Kinder werden so wie bei deiner, dass sie nachts wach werden und das kann alles passieren.
00:30:45: Das ist ein gutes Zeichen, weil es zeigt, da ist ordentlich was los.
00:30:50: Manchmal passiert nichts.
00:30:51: Dann ist die Wirkung trotzdem da aber manche Kinder zeigen das sehr klar.
00:30:59: Was passierte dann?
00:31:03: Also wir haben zwischen den Terminen ja schon gemerkt, dass da irgendwie auch insgesamt so ein Entwicklungsschritt war der für das Alter ganz typisch war.
00:31:11: Dass es irgendwie mehr so eine Autonomieentwicklung gab und gleichzeitig gab's dann irgendwie wie so einen kleinen Schub.
00:31:18: Das ging, dass wir
00:31:19: auch
00:31:20: vielmehr den Raum verlassen konnten, die große Beiding Großeltern auch mal lassen konnten und sie nicht angefangen hat zu weinen, dass sie zwar noch uns gefragt hat.
00:31:32: Aber dann auch ganz entspannt mit der Antwort da bleiben konnte.
00:31:37: Genau!
00:31:38: Und dann war ja auch gar nicht mehr viel Zeit.
00:31:41: Bis dann unsere zweite Tochter
00:31:43: auf die Welt kamen.
00:31:44: Da wurde es dann immer sehr erprobt ob das klappt.
00:31:48: Okay, magst du nochmal erzählen wie das dann war?
00:31:53: Kleine wurde geboren und dann, was passierte mit der Großen?
00:31:57: Die hat sich dann ganz bereitwillig von Oma abholen lassen.
00:32:02: Das war am Anfang schon so dass sie kurz geweint hat aber sie hat sich eben beruhigt oder beruhigen lassen und hat sich auch von Omas ins Bett bringen lassen.
00:32:10: War dann auch ganz schön
00:32:12: K.O.,
00:32:13: aber das ging überhaupt...
00:32:14: Die große oder Oma?
00:32:16: Ich glaube beide!
00:32:20: Aber das ging total gut, dass sie eben auch dann entspannt neben Oma im Bett geschlafen hat und die noch durchgeschlafen hatte.
00:32:30: Genau!
00:32:30: Und da eigentlich weniger Tränen vergossen wurden... ...und dann war es schon nochmal eine kurze besondere Zeit während ich noch mit der Kleinen
00:32:37: im Krankenhaus war.
00:32:39: Da
00:32:40: hat sie mich glaube ich schon sehr vermisst weil sie das eben nicht so kannte.
00:32:43: Also ich war vorher wenige Male ja länger weg also habe schon ein paar mal gemacht aber selten.
00:32:50: Das fiel ihr nicht ganz leicht, aber es war möglich.
00:32:53: Es war vorher gar nicht denkbar, dass ich da nur für wenige Minuten oder Stunden weg sein konnte
00:32:58: und so
00:32:59: ging das dann gut.
00:33:00: Und auch das Wiederkommen ... Da war sie eigentlich total fröhlich und entspannt und
00:33:05: hat sich total
00:33:06: gefreut, dass von Anfang an ihre kleine Schwester sehr ins Herz geschlossen.
00:33:11: Also das war keine Schwierigkeit
00:33:14: mehr.
00:33:15: Wenn du jetzt auf die Zeit zurückguckst, was würdest du?
00:33:20: anderen Familien oder anderen Müttern empfehlen.
00:33:26: Jetzt wird hier nochmal ein bisschen gerasselt aus dieser Erfahrung heraus.
00:33:33: Also zum einen gibt es Dinge, die einfach selber sehr schwer sind zu beheben oder zu ändern.
00:33:43: bei allen Sachen wo ich fachlich sozusagen darum wusste was sind die Prozesse?
00:33:48: Was ist passiert und was kann man da tun War mir auch sehr bewusst, da gibt es diese Grenze und da brauche ich jemanden von außen der unterstützt.
00:33:58: Diese Hürden sozusagen zu überschreiten mit meiner Tochter zusammen.
00:34:03: Also das zum einen würde ich da einfach sehr ermutigen sich Unterstützung und Hilfe zu holen in welcher Form auch immer damit nicht alleine zu bleiben und darüber zu sprechen.
00:34:14: also ob Ich jetzt ein Narrativ verfasse in so einem professionellen Rahmen oder ist zumindest anfangen zu verarbeiten, indem ich darüber spreche.
00:34:24: Das ist ja für jeden unterschiedlich wie es passt aber dazu würde ich sehr ermutigen.
00:34:31: und zum anderen... das ist immer leichter gesagt als getan in der Situation, das weiß ich selber auch mit dem zweiten Kind.
00:34:37: dann wenn ich...
00:34:41: Da is sie!
00:34:42: Wenn ich so zurückblicke, Alles bei Kindern und Babys eben Phasenweise.
00:34:49: Und das wird vorbeigehen, sagen Eltern die dann ältere Kinder haben viel leichter und gleichzeitig stimmt es halt immer wieder.
00:34:57: Das sind enorm anstrengende Phasene in denen das Gefühl ist das endet nie und irgendwann kommt was anderes.
00:35:06: Ich glaube nur eine wichtige Sache ist natürlich weh ändern sich die Dinge und Vieles wird auch einfach dadurch Man selber sich auch wieder besser fühlt und die Kinder größer werden.
00:35:18: Aber glaube ich halt, dass solche Momente auf solche traumatischen Ereignisse unter der Geburt manchmal nicht einfach so rauswachsen?
00:35:27: Und das ist ja das wo du gesagt hast es gut sich dann Unterstützung zu holen.
00:35:31: Nicht einfach zu denken das wächst sich raus oder so.
00:35:34: Sondern viele Dinge verändern sich und trotzdem ist das glaube ich gut.
00:35:40: bei euch war das jedenfalls gut, dass ihr das gemacht habt
00:35:43: Ja und früh.
00:35:45: Also ich glaube je länger es läuft, desto schwieriger und anstrengender wird es also einmal diese Zeit weiter durchzuhalten oder das viel zu haben.
00:35:54: Es geht allen irgendwie nicht gut damit.
00:35:56: Ist das sinnvoll glaube ich früh da sich Unterstützung zu holen?
00:36:00: Und das andere ist eben auch auch da.
00:36:04: bei dem Wissen von dass sich Eltern und Kinder immer gegenseitig beeinflussen wurde mir dann noch mal sehr bewusst mit der eigenen Erfahrung, wie feinfühlig einfach Kinder sind.
00:36:15: Auch wenn ich den Eindruck habe, ich bin da einigermaßen gut sortiert auch wenn Sachen von mir übrig sind das kriegen Kinder und Babys alles mit.
00:36:23: also in dem Moment wo Ich erstmal daran gearbeitet hab oder du mit mir zusammen gearbeitet hast ohne meine Tochter Da merkte ich ja schon da hat sich viel gelöst einfach weil ich anders aufgestellt war Und das finde ich einfach auch nicht außer Acht zu lassen, dass es einfach so eng verzahnt ist und so systemisch gedacht werden muss.
00:36:43: Ja
00:36:43: genau!
00:36:44: Ja sehr schön euch danke dir, dass du diese Geschichte mit uns geteilt hast.
00:36:48: Das finde ich total schön.
00:36:49: Ich freue mich da sehr drüber.
00:36:52: Jetzt gibt es natürlich noch eine Abschlussfrage und da habe ich, guck mal dass ich dir irgendwie auf den Tisch legen kann.
00:36:58: Ich hab hier ein kleines Säckchen, da sind so Steine drin unterstehen, so Aufforderungen drauf oder so Fragen Und du kannst ja mal gucken mit welchem Welches Steinchen du gerne ziehen möchtest und was du als Abschlussstatement sozusagen.
00:37:31: Ich würde mir den aussuchen, was mir Ruhe liebt.
00:37:34: Find ich jetzt besonders lustig bei deine Kleine gerade gerne auch noch mal etwas sagen möchte.
00:37:42: Ja aber was gibt dir Ruhe?
00:37:47: gerne den ganzen Tag mit meinen Töchtern verbringe und dieses Trubelige auch total gerne mag.
00:37:52: Und dass meine Töchter da so fröhlich und aufgeweckt sind, finde ich es auch sehr schön dann einen Moment der Ruhe in diesem ganzen Cast
00:37:59: zu haben.
00:38:04: Das heißt, ich genieße das auch sehr dem Moment wenn die Kinder abends im Bett sind und entweder mein Mann und ich einfach mal ganz an Ruhe Zeit miteinander haben oder ganz alleine abends einfach ein Buch lesen kann, gar nichts spektakuläres mache.
00:38:30: Um mich herumruhe habe um auch ein bisschen Ruhe für Sachen zu haben die ich machen mag weil das klappt im Moment noch ein bisschen wenig mit so kleinen Kindern.
00:38:42: dann wünsche ich dir ganz viele schöne ruhige Momente aber auch ganz viel schöne Zeit noch mit deinen Kindern und jetzt glaube ich ist es Zeit dass wir Genau.
00:38:54: Schluss machen, damit hier jeder jemand anderes zu seinem Recht kommt!
00:38:58: Ich wünsche dir alles Gute!
00:39:00: Vielen Dank!
00:39:01: Das war das Interview mit Friederike die uns mit hineingenommen hat in die Geschichte ihrer Tochter und ihr Und wie schwierig halt auch manchmal so ein Beginn des Lebens für beide sein kann, für beide Seiten Aber auch den Hinweis darauf, dass nach solchen Ereignissen niemand so etwas alleine bewältigen können muss und das es gut ist sich Unterstützung zu holen.
00:39:34: Ich habe vorhin schon darauf hingewiesen, Besonder Folgen gibt zu diesem Thema, das ist zum Beispiel die Folge, die am elften März lief über Traumabewältigung.
00:39:46: Das ist die vierte Folge dieses Podcasts und die fünfte dann gleich hinterher im achtzehnten März.
00:39:52: da geht es nochmal um die Geburtstraumatao und die Verarbeitung.
00:39:58: Wenn du magst vielleicht magst du das noch mal anhören wenn das gerade ein Thema ist was dich bewegt.
00:40:04: Das war eine weitere Folge von Neulich im Therapiekaffee.
00:40:07: Geschichten über das Wachsen, Zweifeln
00:40:10: und Wiederfinden!
00:40:11: Hat dich das Gespräch berührt?
00:40:13: Erinnert Dich das ein oder andere an dein eigenes
00:40:16: Leben?!
00:40:17: Ich bin Dr.
00:40:18: Kerstin Klappstein und wenn Du Unterstützung suchst schau gerne in meiner Online-Praxis vorbei.
00:40:23: den Link
00:40:24: findest du in den Show Notes.
00:40:26: Schön dass Du dabei warst bis zum nächsten Mal im Therapiecafe.
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